Marie (Shopleitung najoba.de)

Wie kam ich zur Naturkosmetik?

Vor einiger Zeit reagierte meine Haut auf jegliche Gesichtspflegeprodukte empfindlich. Ich bekam Unreinheiten und kleine Pickelchen. In meiner Not habe ich meine Gesichtspflege radikal reduziert und auf Naturkosmetik umgestellt. Oft neigt man dazu, seine Haut zu „überpflegen“ und zu wenig auf ihre sich selbst regenerierenden Kräfte zu vertrauen. Diese Erkenntnis hat mir und meiner Haut sehr geholfen und nun achte ich darauf, nicht zu viele unterschiedliche Produkte zu verwenden und an der alten Weisheit "Weniger ist mehr" festzuhalten.

Wie erhält man eine gepflegte Gesichtshaut?

In der Früh verwöhne ich meine Gesichtshaut mit einfachen Schritten, die ich mittlerweile automatisch ausführe: Reinigen, tonisieren, eine straffende Augencreme um Augen und Lippenkonturen - das war´s. Es folgen ein paar Tröpfchen Serum oder Gesichtsöl und anschließend meine Tagespflege für empfindliche Haut. Nachts verzichte ich seit einiger Zeit auf Nachtcremes. Ich reinige meine Haut gründlich, verwende ein Gesichtswasser und bin fertig. Einzige Ausnahme: Meine Lippen brauchen gerade in der Nacht sehr viel Pflege, daher verwöhne ich sie mit reichhaltigen Lipbalms..

Welcher Tipp wäre beim Umstieg auf Naturkosmetik hilfreich gewesen?

Bei mir wurde es erst schlimmer, bevor es besser wurde. Dies kann durchaus passieren, wenn man seine Pflege auf Naturkosmetik umstellt, denn die Haut vermisst ihre gewohnten Weichmacher und Konservierungsstoffe. In den ersten 2-4 Wochen stößt sie alle Schadstoffe aus. Danach darf man sich über ein glücklicheres Gesicht freuen.

Claudia (Einkauf & Sortiment)

Wie kam ich zur Naturkosmetik?

Zunächst war ich eher skeptisch, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass das Make-Up einer Naturkosmetik-Marke genauso deckend und lang anhaltend ist, wie meine konventionellen Produkte. Als wir im Shop aber eine neue Marke aufgenommen haben, wollte ich diese unbedingt testen, da mich die Produkte optisch total angesprochen haben. Schnell habe ich gemerkt, dass meine Vorurteile völlig unberechtigt waren, denn der Lidschatten, das Rouge und die Foundation können in allen Punkten mit konventioneller Kosmetik mithalten!

Was sind meine Must-Haves für ein natürliches Make-Up?

Eine gute Mascara! Ohne sie gehe ich nie aus dem Haus. Da ich von Natur aus sehr helle Wimpern habe, ist es für mich wichtig, eine gute Wimperntusche zu benutzen. Neben etwas Puder, Kajal und Rouge für rosige Wangen, brauche ich sonst nichts weiter, um im Alltag frisch auszusehen. Für eine Party darf es dann aber gerne ein bisschen mehr sein: Um kleine Rötungen oder dunkle Schatten zu kaschieren, trage ich zuerst meinen Concealer auf und verwende im Anschluss die passende Foundation für meinen Hautton. Für geheimnisvolle Augen einfach noch einen dunklen Lidschatten auf das bewegliche Lid, den ich mit einem Highlighter bis zu den Augenbrauen ausblende.

Welcher Tipp wäre beim Umstieg auf Naturkosmetik hilfreich gewesen?

Auf die Haltbarkeit achten! Ich finde es immer etwas schade, dass viele Lippenprodukte nicht so lange angewendet werden können. Zwar klebt ein natürlicher Gloss dafür nicht so sehr, doch darunter leiden die Deckkraft und die Haltbarkeit.

Julia von Beautyjagd

Wie kam ich zur Naturkosmetik?

Für Kosmetik interessiere ich mich schon seit meiner Teenagerzeit: Erst sammelte ich Düfte, dann suchte ich nach der besten Mascara und landete darüber bei einer sehr teuren konventionellen Gesichtspflege-Serie. Nachdem ich sie eine Weile verwendet habe, fragte ich mich eines Tages, wofür ich das viele Geld eigentlich ausgebe. Ich analysierte die Inhaltsstoffe meiner damaligen Creme - danach gab es kein Zurück mehr.

Wie erhält man eine gepflegte Gesichtshaut?

Das vielleicht wichtigste Produkt in der Gesichtspflege-Routine ist für mich eine milde Reinigung. Oft wird viel zu aggressiv gereinigt und die Haut kann durch die nachfolgende Pflege kaum wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Deswegen empfehle ich eine möglichst tensidfreie Reinigungsmilch, die Haut sollte danach nicht spannen. Außerdem achte ich darauf, was meine Haut benötigt, das ändert sich z.B. im Lauf der Jahreszeiten: Braucht sie mehr Feuchtigkeit, dann kommt ein zusätzliches Serum zum Einsatz. Im Winter greife ich zu reichhaltigeren Ölen oder Sheabutter, um meine Haut mit mehr Fett zu unterstützen.

Welcher Tipp wäre beim Umstieg auf Naturkosmetik hilfreich gewesen?

Früher dachte ich, dass Öle im Gesicht die Haut fettig glänzen lassen und Pickel verursachen. Von wegen, denn Öl ist nicht gleich Öl! Als ich die für mich passenden Gesichtsöle gefunden hatte, sorgten sie bei mir für ein wesentlich klareres Hautbild. Drei bis vier Tropfen reichen aus, ich trage sie auf meine mit einem Blütenwasser befeuchtete Haut auf. Natürlich kann man auch die Gesichtscreme mit einem Tropfen Öl verstärken.

Christian (Technik)

Wie kam ich zur Naturkosmetik?

Ganz klar: über meine Arbeit bei najoba! Ich habe mich eine lange Zeit vegan ernährt und Themen wie Tier- und Umweltschutz liegen mir sehr am Herzen. Aber die Übertragung dieser Grundsätze auf die Pflegeprodukte in meinem Badezimmer war für mich (= Mann) nicht so augenscheinlich.

Welche Produkte gehören für mich zur Grundausstattung?

Wie jeder Mann bin ich ein Fan von Kombi-Produkten. Ich besitze beispielsweise ein Gesichtswaschgel, das gleichzeitig als Rasiergel dient. Dazu kommt eine Tagespflege, die auch als Aftershave im Einsatz ist und ein Dusch-Shampoo für Haut und Haar. Auf Reisen spart das Gepäck, zudem schonen die Kombi-Produkte meinen Geldbeutel. Bei der Auswahl achte ich übrigens – wie einst bei der Ernährung - stets nach dem „Vegan“-Siegel. Tierische Bestandteile in meiner Creme wären für mich ein absolutes No-Go! Zudem entscheide ich mich in der Regel für ein zertifiziertes Produkt, denn ich möchte mich nicht stundenlang mit Inhaltsstofflisten auseinandersetzen.

Welcher Tipp wäre beim Umstieg auf Naturkosmetik hilfreich gewesen?

Man(n) sollte aufgeschlossen und mutig sein, neue Produkte zu testen. Zu Anfang habe ich von einem Produkt eine bestimmte Eigenschaft erwartet (z.B. schaumige Rasierpflege) und war dann überrascht, dass Naturkosmetik sich ganz anders anfühlt oder riecht. Manchmal ist anders ja nicht zwangsläufig gut oder besser - aber bislang habe ich meine Umstellung nicht bereut.

Sonja (Produkt-Managerin)

Wie kam ich zur Naturkosmetik?

Durch meine sensible Haut, denn ich neige seit Kindertagen zu Neurodermitis. Nach vielen gescheiterten Versuchen hat mich mein Freund vor ein paar Jahren gefragt, warum ich es nicht mal mit Naturpflege versuche. Seine Mutter nutzt nur Naturkosmetik-Produkte und ich habe mich dann aus erster Hand beraten lassen und mich in eine fruchtige Körperbutter verliebt. Erst danach habe ich mich auch allgemein mit dem Thema Naturkosmetik beschäftigt.

Wie erhält man eine gepflegte Haut?

Bei meiner empfindlichen Haut muss ich genau darauf achten, mich täglich gründlich einzucremen. Ich meide Körperpeelings, da diese eher Stress bedeuten. Auch zu enge Kleidung kann ein unangenehmes Gefühl auslösen. Grundsätzlich benutze ich im Sommer wie im Winter eine reichhaltige Lotion. 1-2-mal pro Woche verwende ich zusätzlich eine Körperbutter (ja, noch immer meine „erste Liebe“).

Welcher Tipp wäre beim Umstieg auf Naturkosmetik hilfreich gewesen?

Nicht auf alle Versprechen ist Verlass! Es gibt viele Hersteller, die meiner Meinung nach viel deutlicher angeben müssten, dass ihre Kosmetik nur „naturnah“ ist. Mein Tipp: Immer gründlich die INCIs lesen und sich selbst schlau machen! Außerdem wusste ich nicht, dass natürliche Cremes einige Minuten länger brauchen, bis sie in die Haut einziehen. Naturkosmetik braucht eben die Zeit und die Wärme des Körpers, um sich mit der Haut zu verbinden. Bei meinen Bodylotionen hat mich dies in den ersten Wochen irritiert.

Sinem (Vermarktung)

Wie kam ich zur Naturkosmetik?

Empfehlungen von Freundinnen und Kolleginnen haben mich zur Naturkosmetik gebracht. Allerdings war ich eine klassische Querverwenderin: mal Naturkosmetik, mal klassische Kosmetik. Erst meine Schwangerschaft hat mich restlos davon überzeugt, konsequent auf Naturkosmetik umzustellen. Seitdem recherchiere ich regelmäßig nach den Inhaltsstoffen meiner Pflegeprodukte.

Welche Produkte vermeide ich während meiner Schwangerschaft?

Meine Frauenärztin hat mir vom Gebrauch bestimmter Kosmetikprodukte während meiner Schwangerschaft abgeraten. So verzichte ich momentan aufs Haare färben. Auch wenn Pflanzenhaarfarben eigentlich als unbedenklich gelten, gehe ich lieber auf Nummer sicher. Nagellack ist auch ein schwieriges Thema. Ich verwende nur zertifizierte Lacke von Logona ohne Lösungsmittel.

Was würde ich anderen werdenen Müttern raten?

Wer sich nicht intensiv mit Inhaltsstoffen und ihrer möglicherweise schädigenden Wirkung auseinandersetzen möchte, der sollte auf Produkte zurückgreifen, die extra auf die Bedürfnisse Schwangerer ausgerichtet sind. So gibt es einige Hersteller, die Körperöle gegen Dehnungsstreifen anbieten, aber auch komplette Körperpflegelinien, die das tun, was sie sollen: pflegen und für ein gutes Gefühl sorgen.