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Gefahrenquelle Palmöl – Ist Palmöl wirklich schädlich?

Natürliches Pflanzenöl ist gesünder für Ihren Körper als Mineralöl, das aus der Erdölindustrie gewonnen wird. Mittlerweile greifen auch viele konventionelle Anbieter auf Druck ihrer Kunden auf natürlich gewonnene Öle zurück – leider aber häufig auf das billige Palmöl. Doch was macht Palmöl eigentlich so schädlich?

Rodung zur Palmölgewinnung

Für die Gewinnung von Palmöl wird meist Regenwald abgeholzt, um Platz für riesige Palmenplantagen zu schaffen. Das vertreibt nicht nur gefährdete Tiere wie Orang-Utans und Tiger oder die ansässige Bevölkerung, sondern trägt auch zum Klimawandel bei.

Die Abholzung des Regenwalds für Palmen setzt große Mengen CO2 frei, das durch die fehlenden Urwaldbäume nicht mehr gebunden werden kann, weswegen auch Indonesien trotz seiner geringen Größe Platz 12 der größten CO2-Produzenten belegt.

Weltweit gibt es ca.15 Millionen Hektar Palmöl-Monokulturen. Also Gebiete auf denen ausschließlich Ölpalmen zur Gewinnung von Palmöl angebaut werden. Das enstpricht einer Fläche etwa so groß wie Tunesien.

 

Welche Alternativen zu Palmöl gibt es in der Kosmetik?

PalmölKosmetik nutzt etwa 27% des weltweit angebauten Palmöls. Um diese Menge an Palmöl zu reduzieren verzichten manche Naturkosmetik-Hersteller komplett auf Palmöl, andere entwickeln Alternativen, die genauso effektiv sind. Auch manche Naturkosmetik-Siegel achten schon auf Palmöl, beispielsweise darf bei Produkten mit dem Siegel der ICADA kein billiges Palmöl aus umweltbelastendem Anbau verwendet werden. Pure Skin Food und Martina Gebhardtverzichten komplett auf Palmöl. Martina Gebhardt nutzt für die cremige Konsistenz Lanolin. Pure Skin Food benötigt durch die minimalistischen Produkte keine Palmöl-Derivate und nutzt für die Öle hochwertigere Pflanzenöle mit nützlichen Wirkstoffen für Ihre Haut.

Palmöl zu ersetzen ist nicht ganz so einfach, da vor allem zu den Derivaten oft keine natürliche Alternative existiert. LaveraLogona und Sante nutzen daher nur Palmöl-Derivate, die vom „Roundtable on Sustainable Palm Oil“, dem RSPO zertifiziert sind. Der RSPO setzt sich für nachhaltigen Anbau von Palmöl ein, was beispielsweise beinhaltet, dass keine zusätzliche Regenwaldfläche für Palmen gerodet wird und die Umweltbelastung so gering wie möglich gehalten wird. Benecos stellt viele Produkten ganz ohne Öl her und greift bei den Restlichen auf biologische, RSPO-zertifizierte Anbieter zurück. Unser Naturkosmetik Make-Up, wie Nagellacke und Mineral Powder, enthält keine schädlichen Inhaltsstoffe.

Palmöl auf dem Frühstücksbrot

Durch Nahrungsmittel gelangt Palmöl direkt in den menschlichen Körper. Unraffiniertes, rotes Palmöl von Amanprana beinhaltet dabei sehr gesunde Wirkstoffe wie Vitamin E, mehr Beta Carotin als Karotten und einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und ist aus gesundheitlicher Sicht zu empfehlen. Leider können sich beim Erhitzen auf Temperaturen von über 200°C während der Verarbeitung, vor allem beim Raffinieren des Öls, auch gesundheitsschädliche oder sogar krebserregende Stoffe in dem an sich ungefährlichen Öl bilden. Daher sollten Sie bei verarbeiteten Lebensmitteln möglichst auf Palmöl verzichten, wenn Sie sich nicht absolut sicher sein können, dass es nur geringfügig erhitzt wurde.

Derzeit wird die Diskussion um Palmöl vor allem durch die Nuss-Nougat-Creme des bekanntesten Herstellers angefacht. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wird raffiniertes Palmöl bis zu 240°C erhitzt, was schädliche Stoffe entstehen lässt. In Italien haben bereits einige Einzelhändler Palmöl-haltige Lebensmittel aus deren Eigenmarken verbannt. Ein Umstieg auf Alternativen ohne raffiniertes Palmöl ist hier besonders sinnvoll, nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den eigenen gesundheitlichen Genuss. Govinda und Zwergenwiese stellen ihre Leckereien ganz ohne Palmöl her. Der Verzicht auf umweltschädigend hergestelltes Palmöl ist gar nicht so schwer. Finden Sie Ihre Produkte und leisten Sie einen Beitrag zu nachhaltigeren Regenwäldern.

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