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Lavaerde zur Reinigung empfindlicher Haut

Lavaerde – Wahres Wundermittel für Haut & Haar?

Lavaerde – das klingt erstmal nach den Überresten eines Vulkanausbruchs, was hat das mit Kosmetik zu tun? Dennoch: Seit der Antike ist Lavaerde als verträgliches Waschmittel für Haut und Haar bekannt. Vor allem in arabischen Ländern wie Marokko oder Tunesien wird die dort als Ghassoul oder auch Rhassoul bekannte Lavaerde als sanftes Naturkosmetik-Produkt verwendet. Aber was kann Lavaerde, was andere nicht können? Und was haben Vulkane damit zu tun?

Reste aus dem Vulkan? Wie kann das gut für die Haut sein?

Auch wenn es so klingt, mit Lava und Vulkanen hat Lavaerde gar nichts zu tun. Tatsächlich stammt der Name nämlich vom lateinischen Verb „lavare“. Das bedeutet „waschen“ und beschreibt somit einfach nur, wofür diese Erde verwendet wird.

Lavaerde kommt aus Nordafrika, meist aus Marokko, und wird dort in kilometerlangen, unter der Erde liegenden Stollen abgebaut. Sie besteht aus Tonablagerungen und ist schätzungsweise zwischen 60 und 70 Millionen Jahre alt. Nach dem Abbau wird sie erst an der Sonne getrocknet und dann fein gemahlen.

Durch diese Natürlichkeit ist Lavaerde frei von jeglichen Zusatzstoffen. Eine besondere Eigenschaft der Lavaerde ist aber ihr großer Mineralstoffreichtum. Silizium, Magnesium, Calcium und Natrium zählen beispielsweise genauso dazu wie Eisen, Kalium und Phosphor. Diese Mineralstoffe sind für unseren Körper sehr wichtig. Da wir sie nicht selbst produzieren können, sind wir darauf angewiesen, sie von außen in Form von alltäglichen Lebensmitteln zu uns zu nehmen.

Inzwischen haben Mineralstoffe auch Einzug in die Kosmetik gehalten. Neben der Lavaerde, die besonders in der Haut- und Haarpflege beliebt ist, gibt es beispielsweise Mineral Make Up, mit dem wir uns in diesem Beitrag beschäftigt haben. Wenn Sie sich bereits in Drogeriemärkten oder auf najoba.de umgeschaut haben, werden Sie zudem feststellen, dass es nicht nur die eine Lavaerde, sondern verschiedene Ausführungen gibt, nämlich braune und weiße Lavaerde.

Braune Lavaerde wird vor allem für die Haarpflege verwendet. Sie hat einen besonders hohen Siliziumgehalt und sorgt für seidenweiches, geschmeidiges Haar. Schuppen und fettigem Haar sagt sie den Kampf an, bleibt dabei aber sanft, sodass auch sensible Haut nicht gereizt wird. In Sachen Hautpflege kann braune Lavaerde unter anderem unreine Haut klären und für ein besseres Hautbild sorgen. Die zweite Variante, die Weiße Lavaerde, enthält mehr Kaolin als braune Lavaerde. Kaolin ist weiße Tonerde, die auch für die hellere Farbe dieser Lavaerde-Variante verantwortlich ist. Sie ist besonders fein gemahlen und frei von Eisen. Deshalb eignet sich weiße Lavaerde vor allem für trockene, empfindliche Haut und feines, dünnes Haar.

Tonerde, Heilerde, Lavaerde – Was ist der Unterschied?

Neben der Lavaerde ist in der Kosmetik und in der Naturheilkunde oft die Rede von Tonerde und Heilerde. Tonerde oder auch Mineralerde ist dabei als Überbegriff zu verstehen und beschreibt alle Erden, die aus tief gelegenen Schichten abgebaut werden und reich an Mineralstoffen sind. Von Heilerde ist dann die Rede, wenn die Tonerde eine Arzneimittelzulassung besitzt. Sie darf dann zu gesundheitlichen Zwecken auch innerlich angewendet, also eingenommen werden. Heilerde gibt es wie bei der Marke Luvos deshalb sowohl in Kapselform als auch klassisch als Pulver oder in Kosmetika verarbeitet.

Neben der Heilerde und der nordafrikanischen Lavaerde gibt es noch diverse andere, auch farbige Mineralerden, die in Ihrer Zusammensetzung und Wirkung ähnlich sind. Sie werden oft als Grundlagen für Masken, Peelings und Reinigungsprodukte verwendet. Am bekanntesten ist die Grüne Mineralerde. Sie ist besonders bei fettiger Haut empfehlenswert, da sie ähnlich wie Lavaerde eine absorbierende Wirkung hat und überschüssigen Hauttalg entfernt. Zudem unterstützt sie die Haut bei der Regulierung der Talgproduktion und reinigt auf natürliche Weise. Sie kann auch eingenommen werden, darf aber aufgrund fehlender Arzneimittelzulassung nur als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden. Wie viele andere Tonerden stammt sie aus naturreinem Löss, einer Sedimentschicht, die vor allem in Mitteleuropa verbreitet ist.

Lavaerde – Warum Sie so effektiv reinigt

Lavaerde besteht aus gemahlenem Ton und ist deshalb in der Regel in Pulverform erhältlich. Um sie nun für Haut oder Haar anwenden zu können, muss sie normalerweise mit Wasser vermischt werden. Dadurch quillt die Lavaerde auf und eine feine Paste mit geliger Konsistenz entsteht. Diese Paste kann als Lavaerde Shampoo oder auch als Maske, Peeling und Duschgel verwendet werden.

Ihre Besonderheit: Lavaerde saugt Schmutzpartikel und überschüssiges Fett wie eine Art Löschblatt auf. Sie bindet Fett und Schmutz an sich, ohne dabei die Haut zu reizen. Bei herkömmlichen Reinigungsprodukten, die oftmals sehr aggressive Tenside enthalten, droht die Gefahr, dass Sie Ihre Haut zu sehr entfetten. Die Haut reagiert dann mit erneuter, vielleicht sogar verstärkter Talgproduktion. Mit Lavaerde wird die Haut nur von überflüssigem Fett befreit, statt eine komplette Austrocknung zu verursachen. Dadurch können Sie langfristig die Talgproduktion der Haut regulieren.

Wie kann ich mit Lavaerde Haare waschen?

Eine immer beliebter werdende Lavaerde Anwendung ist die Haarwäsche: Lavaerde Shampoo kann bereits fertig gekauft werden, ist aber auch sehr leicht selbst anzumischen. Dazu müssen Sie einfach nur Lavaerde in Pulverform besorgen und dieses mit Wasser anrühren. Das Mengenverhältnis ist von Ihrer individuellen Frisur und dem Haartyp abhängig. Fettiges Haar benötigt beispielsweise etwas mehr Erde, damit das Haar gründlich gereinigt werden kann. Die Masse kann deshalb etwas fester sein. Bei trockenem Haar können Sie ein paar Tropfen Öl in Ihre Lavaerde Mischung geben, um dem Haar noch mehr Geschmeidigkeit zu verleihen.

Als Orientierung können Sie folgendes Mischverhältnis nehmen: Für schulterlanges Haar sollten etwa 3 EL Lavaerde mit doppelt so viel Wasser zu einer homogenen Masse vermischt werden. Sie können aber auch eine flüssigere Mischung wählen, wenn diese bei Ihrem Haar besser wirkt. Am besten verwenden Sie zum Verrühren einen Plastik- oder Holzlöffel, um die mineralische Struktur nicht mit einem metallischen Löffel zu verändern. Haben Sie Ihr passendes Verhältnis gefunden, können Sie die Mischung übrigens auch im Voraus herstellen und in einem luftdicht verschlossenen Behälter aufbewahren. Diese ist dann zwei bis drei Wochen lang verwendbar.

Ist die Masse dann fertig, können Sie wie bei einer normalen Haarwäsche einfach Ihre Haare gründlich nass machen und dann die Lavaerde auftragen. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie das erste Mal mit Lavaerde Haare waschen: Im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten schäumt Lavaerde Shampoo nicht. Das kann anfangs vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig sein, sagt aber nichts über die starke Reinigungskraft der Lavaerde aus.

Nach einer kurzen Einwirkzeit von circa fünf Minuten waschen Sie Ihre Haare ganz normal mit Wasser aus. Wenn bei Ihnen das Wasser allerdings sehr hart ist, kann sich ein Grauschleier auf dem Haar bilden. Deshalb empfehlen wir Ihnen in diesem Fall noch eine sogenannte Saure Rinse zu machen, die Ihre Haarpracht wieder zum Glänzen bringt. Eine saure Rinse ist eine Mischung aus zwei EL Apfelessig oder Zitronensaft mit einem Liter Wasser. Nach dem Auswaschen der Lavaerde spülen Sie damit Ihre Haare und sorgen so dafür, dass Ihr sanft und schonend gereinigtes Haar neben neuem Volumen und toller Griffigkeit auch mit perfekten Glanz punkten kann. Wichtig zu wissen: Diese Saure Rinse wird dann nicht mehr mit normalem Wasser ausgewaschen. Keine Sorge, wenn Ihre Haare trocken sind, ist der Essiggeruch verschwunden.

Sollten Ihre Haare nach dem Waschen mit Lavaerde nicht der gewünschten Haarpracht entsprechen, geben Sie nicht sofort auf. Wenn sie zu trocken wirken, versuchen Sie es mit etwas Öl beim nächsten Mal. Sollten die Haare eher struppig sein, empfehlen wir Ihnen die Saure Rinse mit kaltem Wasser durchzuführen. Das schließt die Haarstruktur und sollte für ein geschmeidigeres Bild sorgen. Probieren Sie außerdem kürzere oder längere Einwirkzeiten oder Mischverhältnisse aus, um die für Sie perfekte Lösung zu finden.

Bei einigen Haartypen kann es zudem ein paar Wäschen dauern, bis sich Ihre Kopfhaut und Ihre Haare an die neue Pflege gewöhnt haben. Denn wenn Sie mit Lavaerde Haare waschen, wird nur überschüssiges Fett entfernt, statt die Haare wie bei herkömmlichen Tensiden üblich komplett zu entfetten. Während also die Kopfhaut nach einer normalen Haarwäsche schnell nachfettet, da sie ausgetrocknet wird, trägt eine Lavaerde Anwendung dazu bei, die Talgproduktion natürlich zu regulieren. Denn das für die Schutzfunktion der Haut nötige Fett wird nicht entfernt. So führt die Verwendung von Lavaerde Shampoo langfristig dazu, dass Sie weniger oft Haare waschen müssen.

Übrigens: Wenn es mal schnell gehen soll und keine Zeit für eine richtige Haarwäsche, sorgt Lavaerde auch als Trockenshampoo dafür, dass Ihre Haare top aussehen. Dazu massieren Sie einfach das pure Pulver in den Haaransatz ein und bürsten die Lavaerde im Anschluss aus. Danach können Sie Ihre Frisur wie gewohnt stylen.

Alleskönner Lavaerde – Von Shampoo über Gesichtsmaske hin zu Peeling und Duschgel

Wie bereits beschrieben, ist Lavaerde ein toller Shampoo-Ersatz. Aber das ist noch nicht alles, auch Hautpflege ist ein Spezialgebiet der Wundererde. Denn sie eignet sich für die Reinigung des ganzen Körpers. Da sie keine Tenside, Duftstoffe oder Konservierungsstoffe enthält, ist sie zudem perfekt für empfindliche Haut, Allergiker und Neurodermitiker geeignet.

Um Lavaerde für die Haut zu benutzen, mischen Sie genauso wie bei der Haarwäsche eine Paste an. Diese können Sie dann als Gesichtsmaske auftragen und einwirken lassen. Die Lavaerde kann so gegen Hautreizungen, Entzündungen und Unreinheiten wirken.

Auch eine Lavaerde Anwendung als Duschgel oder Peeling ist möglich. Dafür kann es sein, dass Sie je nach persönlichen Bedürfnissen die Mischung etwas anpassen müssen. Ein Lavaerde Peeling sollte etwas körniger und fester sein, um die für ein Peeling nötige Reibung erzeugen zu können. Deshalb sollten Sie hier weniger Wasser verwenden als bei einem Lavaerde Duschgel.

Mit weiteren Zutaten können Sie übrigens Ihre Lavaerde Mischungen ganz individuell aufpeppen. Für mehr Feuchtigkeit eignen sich beispielsweise Öle wie Mandelöl oder Kokosöl. Aber auch eine geriebene Gurke in Maske, Duschgel oder Peeling ist besonders bei empfindlicher, trockener Haut empfehlenswert.

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