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Hase mit schützender Hand – Das Strengste Siegel für Kosmetik ohne Tierversuche

Kosmetik ohne Tierversuche ist in der EU seit 2013 mittlerweile Pflicht. Denken die meisten zumindest. Denn obwohl Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe und Produkte verboten sind, werden Tierversuche nach wie vor durchgeführt. Fast drei Millionen Tiere werden immer noch jährlich für Tierversuche „verbraucht“. Und das allein in Deutschland. Der Großteil davon sind vor allem Mäuse und Ratten, aber es wird auch an Katzen, Hunden, Hasen und anderen Tieren getestet. Die wenigsten Verbraucher werden diese qualvolle Tortur an Tieren gutheißen. Schließlich sind die Ergebnisse eines Tierversuchs nicht einmal aussagekräftig, sondern lediglich eine Absicherung für den Hersteller. Neben dem BDIH und dem „Leaping Bunny“ – beides Siegel, die auf tierversuchsfreie Kosmetik hinweisen – gibt es noch ein Siegel, das wesentlich strenger ist und bei der Kaufentscheidung helfen kann.

Der Hase mit der schützenden Hand

Der Hase mit der schützenden Hand steht für Kosmetik ohne Tierversuche. Das Siegel des IHTN (ehemals IHTK), des Internationalen Herstellerverbands für tierschutzgeprüfte Naturkosmetik, Kosmetik und Naturwaren e.V., zeichnet Produkte aus, die während der Herstellung und am Endprodukt auf Tierversuche verzichten. Außerdem dürfen keine Rohstoffe verwendet werden, die nach dem 1. Januar 1979 im Tierversuch getestet worden sind. Das IHTN-Siegel gibt die Gewissheit, dass alle anderen Stoffe, die nach 1979 entwickelt wurden, in Produkten mit IHTN-Label verboten sind, weil sie per Gesetz im Tierversuch überprüft worden sind. Denn nach 1979 mussten noch einmal alle Stoffe, selbst bereits getestete, im Tierversuch geprüft werden.

Nun sind Tierversuche bereits teilweise seit 1986 in Deutschland verboten. Wozu benötigt man also das Siegel für tierversuchsfreie Naturkosmetik? Nun, einerseits galt das Verbot von 1986 nur für dekorative Kosmetik, wie Wimperntusche, Lippenstifte und so weiter, zudem galt es auch nur in Deutschland. Des Weiteren gab es keine explizite Definition, was unter dekorative Kosmetik und was unter pflegende Kosmetik fällt, daher wurden Tierversuche trotzdem weiter auch an dekorativen Kosmetikprodukten durchgeführt, da diese einfach als pflegend deklariert wurden. Bis zum endgültigen EU-weiten Gesetz 2013 war es ein langer und steiniger Weg. Seit dem 11. März 2013 ist es verboten Kosmetik, bei der das Endprodukt oder die Inhaltsstoffe, am Tier getestet wurden, zu verkaufen. Selbst wenn die Tests nicht in der EU durchgeführt wurden, ist es untersagt diese Kosmetik zu verkaufen – was ein enormer Schritt im Tierschutz war. Leider schließt das nach wie vor keine Tierversuche aus. Denn Inhaltsstoffe, die unter das Chemikaliengesetz (REACH) fallen oder für Medikamente verwenden werden, dürfen und müssen teilweise noch immer an Tieren getestet werden, da sie auf Toxizität, Hautreizungen und ähnliches erprobt werden müssen.. Leider fallen fast 90% der Inhaltsstoffe von Kosmetikprodukten unter diese Ausnahmeregelung.

Zudem gibt es einige Länder in denen Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben sind. Das prominenteste Beispiel dafür ist die Volksrepublik China.  Dort müssen sowohl Inhaltsstoffe, als auch das Endprodukt, an Tieren getestet worden sein, bevor es auf chinesischem Boden in den Läden verkauft werden darf. Viele große Firmen sind auch auf dem chinesischen Markt vertreten, führen also Tierversuche durch bzw. lassen diese von chinesischen Firmen durchführen. Das Siegel des IHTN stellt sicher, dass Firmen keinerlei Tierversuche vornehmen, weder selbst, noch von anderen Firmen. Auch Zulieferer der Siegelträger dürfen keinerlei Test an Tieren austragen. Naturkosmetik-Firmen, die nicht an Tieren testen, jedoch trotzdem auf dem chinesischen Markt vertreten sind, gibt es auch – beispielsweise Weleda und Kneipp. Um das Tierversuchs-Gesetz zu umgehen, können Firmen nämlich ihre Produkte über einen Onlinehandel vertreiben, oder einen Standort in Hongkong besitzen. Beide Wege bedürfen keinerlei Tierversuche, da Hongkong eine Sonderverwaltungszone ist und dort andere Gesetze gelten, und bei dem Versand über einen Onlinehandel zählt der Käufer als Importeur der Waren und der Onlinehandel befindet sich in Freihandelszonen – so können Tests an Tieren wirkungsvoll umgangen werden.

Natürliche Rohstoffe für vielfältige Produkte

Kosmetik ohne Tierversuche ist nicht nur ein Anliegen für Tierschützer und VeganerInnen, sondern sollte uns alle tangieren. Denn Tests an Tieren können nichts über die Wirksamkeit auf den Menschen aussagen. Tiere sind anatomisch, physisch und psychisch grundsätzlich anders als wir – wieso sollte ein Hase also genauso auf einen Stoff reagieren, wie wir Menschen? Allein unter uns Menschen gibt es bereits signifikante Unterschiede in Bezug auf Verträglichkeiten. Ergebnisse von Tieren lassen sich also logischerweise nur selten auf den Menschen übertragen, ebenso umgekehrt.

Da 60% der Substanzen, die bei Tieren als giftig eingestuft werden, für den Menschen ungiftig sind, ist der Ansatz des IHTNs sinnvoll. Aus den über 8.000 Rohstoffen, die in der Kosmetik im Einsatz sind, können immer neue Produkte kreiert werden, ohne neue Rohstoffe zu entwickeln, die wiederum im Tierversuch getestet werden müssten. Diese „alten“ Rohstoffe sind aber keineswegs schlecht, im Gegenteil.

Natürliche ätherische Öle, pflanzliche Stoffe oder auch beispielsweise Wasser sind seit Jahrhunderten erfolgreich für die Kosmetik im Einsatz, und da sie zum Großteil vor 1979 getestet wurden, sind sie auch für Produkte mit dem IHTN-Siegel erlaubt. Da vor allem die Naturkosmetik diese natürlichen Stoffe nutzt, ist der Umstieg auf natürliche Pflege der erste Schritt zu eingeschränkten Tierversuchen.

Tierversuche dienen also hauptsächlich dem Hersteller, um sich gegenüber Klagen abzusichern. So kann er sich bei einer Schadensklage wegen einer Unverträglichkeit rausreden, dass diese im Tierversuch nicht aufgetreten ist und daher nicht vorhersehbar war. Zudem dienen die Versuche auch der Gewinnmaximierung, denn ohne sie könnten einige Hersteller ihre Produkte nicht verkaufen, da Tierversuche in einigen Ländern eben vorgeschrieben sind.

Wie testet man Kosmetik ohne Tierversuche?

Kosmetik ohne Tierversuche ist nicht nur eine logische Konsequenz, weil die Ergebnisse sowieso kaum etwas über die Verträglichkeit beim Menschen aussagen, sondern auch weil es bereits effektive alternative Test-Methoden gibt. Wie kann man also tierversuchsfreie Kosmetik testen?

Einerseits gibt es da natürlich die Möglichkeit Test an freiwilligen Probanden durch zu führen. Dies ist selten der Fall, da dafür natürlich nur pflegende Stoffe in Frage kommen und keine Chemikalien. Stoffe, die unter die sogenannte REACH (Chemikalien-Verordnung) fallen, können aber nicht am Menschen getestet werden, da sie oft giftige und schädliche Substanzen enthalten. Toxizitäts-Tests können anstatt an Tieren jedoch in sogenannten In-vitro Tests durchgeführt werden. Die In-vitro-Tests laufen mithilfe menschlicher Zellkulturen (oder Zellkulturen anderer Säuger) im Reagenzglas ab. Diese Reagenzglas-Tests können auch für Hautreizungs-, Augen- und Schleimhautreizungs-, Phototoxizität und weitere Tests durchgeführt werden. So muss kein Tier leiden und die Unbedenklichkeit der Stoffe kann erfolgreich und wirksam getestet werden. Die „Ärzte gegen Tierversuche“ haben noch ausführlichere Informationen zu den verschiedenen Test-Methoden, falls Sie sich dazu noch mehr informieren möchten.

Liste der Kosmetik ohne Tierversuche

Tierversuchsfreie Kosmetik erkennen Sie also vor allem am Siegel „Hase mit schützender Hand“, sowie einigen weiteren Siegeln, die wir Ihnen im Artikel Kosmetik ohne Tierversuche aufgelistet haben. Der deutsche Tierschutzbund hat jedoch auch eine Positivliste, auf der Firmen stehen, die alle Kriterien des Bundes erfüllen. Hier finden Sie auch Firmen, die zwar qualifiziert sind, jedoch das Siegel (noch) nicht tragen.

Neben Tierversuchen verbietet der IHTN außerdem Rohstoffe, für die Tiere gequält oder getötet werden müssen, wie Seide, Nerzöl oder den roten Farbstoff Karmin, für den Cochenille-Läuse zerquetscht werden. Um auf die Positivliste des Deutschen Tierschutzbundes zu kommen, dürfen auch von Zulieferern oder andere Firmen, von denen der Hersteller abhängig ist, keine Tierversuche durchgeführt werden. Da das Siegel nicht vegan ist, dürfen allerdings Eier, Honig oder Milch verwendet werden, solange sie aus ökologischer Tierhaltung stammen. Die Gebote richten sich auch an die Verpackung der Kosmetik. Bisher stehen deutsche, österreichische und einige schweizer Firmen auf der Positivliste.

Bei najoba finden Sie Naturkosmetik ohne Tierversuche von Martina Gebhardt, Attitude, Sante und einigen weiteren Marken. Effektive Anti-Aging Pflege mit tierversuchsfreier Kosmetik gibt es beispielsweise mit dem Happy Aging Pflegeset von Martina Gebhardt. Kosmetik ohne Tierversuche bietet i+m Naturkosmetik mit seiner Tausendschön Körperlotion, die nicht nur reichhaltig pflegt, sondern Ihnen auch ein beruhigtes Gewissen gibt. Natürlich müssen auch Kinder nicht auf Naturkosmetik ohne Tierversuche verzichten, denn Attitude bietet zahlreiche Produkte, von der Sonnencreme bis zum Bubble Bath, an, die alle vom IHTN zertifiziert worden sind. Tierversuchsfreie Kosmetik, die gleichzeitig vegan ist, finden Sie vor allem bei Primavera, aber auch Sante und Martina Gebhardt bieten vegane Produkte an. So ist für jeden Geschmack etwas zu finden. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern!

 

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