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Ätherische Öle – die Düfte der Natur

Ätherische Öle – Die Naturkosmetik lebt von naturreinen Essenzen, pflanzlichen Inhaltsstoffen und natürlichen Düften. Diese Düfte werden meist durch den Gebrauch von ätherischen Ölen erzielt, die die Cremes, Bodylotions und Shampoos nicht nur himmlisch duften lassen, sondern auch gleichzeitig hochkonzentrierte pflanzliche Wirkstoffe enthalten.

Separat genutzt können ätherische Öle Ihnen dabei helfen, Ihr Wohlbefinden zu steigern, Stresssituationen zu lösen oder Hautprobleme zu verbessern. Da ätherische Öle keine fettenden Inhaltsstoffe haben, wie klassische Öle, sind sie für jeden Haut- und Haartyp bestens geeignet. Durch die hohe Konzentration von Wirkstoffen reichen bereits wenige Tropfen aus, um die ganze Kraft der Pflanzen zu entfesseln.

Aber Achtung: Sie sollten ätherische Öle nie pur auf die Haut auftragen, da sie stark reizend sein können. Verdünnen Sie diese immer mit Wasser, neutralen Cremes oder Trägeröl, um ein sicheres und wirksames Kosmetikum zu erhalten.

Was sind ätherische Öle?

Ätherische Öle sind Pflanzenstoffe, bzw. Pflanzenessenzen, die von der Pflanze aus verschiedenen Gründen produziert werden. So schützt sich die Pflanze damit vor Schäden, wie z.B. vor Viren und Bakterien, vor Schädlingen aber auch vor den UV-Strahlen der Sonne. Des Weiteren dient das ätherische Öl teilweise zur Anlockung von Bestäubungsinsekten oder auch zur Kommunikation mit anderen Pflanzen. Bei letzterem gibt die Pflanze das Öl zur Warnung ab und informiert so die anderen Pflanzen in der Umgebung über die Gefahr (z.B. wenn Schädlinge die Pflanze fressen.

Die ätherischen Öle können dabei in verschiedenen Pflanzenteilen, wie beispielsweise den Blättern, der Wurzel, den Blüten usw., stecken. Auch können verschiedene Organe der Pflanze für die Produktion zuständig sein. Ätherische Öle sind dabei hochkonzentriert und zur Herstellung wird häufig ein hoher Anteil an Pflanzen benötigt. So wird für ein Gramm Rosenöl, was ungefähr 25 Tropfen entspricht, 5 Kilo Rosenblüten verwendet. Die Öle sind dabei übrigens nicht zu verwechseln mit „normalen“ Ölen, also Fettöle. Letztere dienen der Pflanzen, so wie auch dem Menschen, als Energiereserve. Ätherische Öle hinterlassen hingegen jedoch keinerlei Fettflecken, sondern verdampfen sehr schnell. Zudem können sie aus bis zu 500 verschiedenen, natürlichen Stoffen bestehen! Im Fachjargon werden die Inhaltsstoffe mit den chemischen Bezeichnungen genannt, das bedeutet jedoch nicht, dass die Öle synthetisch hergestellt sind. Synthetische Öle enthalten keine oder kaum natürliche Pflanzenstoffe. Um sicherzugehen, dass Sie kein synthetisches Öl kaufen, sollten Sie auf die Bezeichnung „100% naturreines ätherisches Öl“ achten. Synthetische Öle haben die Kennzeichnung „naturidentisch“. Zudem sollten Sie, wenn möglich, auch auf Bio-Qualität achten. Ätherische Bio Öle haben keinerlei Gift- oder Schadstoffe, weder bei der Produktion der Früchte selbst, noch bei der Extraktion der Essenzen. Zudem können in der Landwirtschaft verwendete Gifte sich konzentriert im Öl wiederfinden, was zu starken Reizungen führen kann. Mit ätherischen Ölen Bio kann Ihnen das nicht passieren.

Wie werden ätherische Öle hergestellt?

Ätherische Öle können auf unterschiedlichste Weise gewonnen werden. Falls Sie bereits einmal den Film „Das Parfum“ gesehen haben, kennen Sie bereits eine Variante der Gewinnung. Die sogenannte Enfleurage ist aber sehr aufwendig und teuer und wird daher kaum noch angewendet. Es wurde damals vor allem für empfindliche Blüten, wie Veilchen, Rosen oder Jasmin, genutzt. Die Blüten wurden dabei auf eine mit (geruchslosem) Fett bestrichene Glasplatte gelegt. Anschließend wurde eine weitere, eingefettete Glasplatte darüber gelegt. Die Blüten mussten mehrmals gewechselt werden bis nach mehreren Wochen das gesättigte Fett mit Alkohol vermengt werden konnte. Der Alkohol wurde anschließend verdampft und zurück blieb das ätherische Öl.

Heutzutage kommen effizientere und kostengünstigere Verfahren zum Einsatz. Mit welchem Verfahren das ätherische Öl hergestellt wurde, muss auch immer auf dem Etikett stehen. So können Sie sich ätherische Öle nach dem Verfahren Ihres Vertrauens aussuchen. Bei Zitrusölen wird häufig die mechanische Auspressung zur Gewinnung angewandt. Diese Gewinnung hat den Vorteil, dass die ätherischen Öle unverändert ausgefiltert werden können, da keine Hitzeeinwirkung oder chemische Verfahren durchgeführt werden.

Ein weiteres gebräuchliches Verfahren zur Gewinnung von ätherischen Ölen ist die Destillation. Diese verwendet Wasserdampf, also Hitzeeinwirkung, um die Öle aus der Pflanze zu lösen. Hier können also nur hitzeunempfindliche Blüten und Pflanzen verwendet werden. Für empfindliche Blüten wird heutzutage die Lösungsmittelextraktion anstatt der oben genannten Enfleurage – also der Gewinnung durch gefettete Glasscheiben – bevorzugt. Um den Duft der sensiblen Blumen nicht durch Wärme zu zerstören, werden meist alkoholische Lösungsmittel benutzt, um die Aromaessenzen aus den Pflanzen zu extrahieren. Anschließend wird der Alkohol verdampft und zurück bleibt das sogenannte „Absolue“.

Wie wirken ätherische Öle?

Ätherische Öle wirken vor allem über unser Geruchsorgan, können aber auch über die Haut und (bei oraler Einnahme) über Schleimhäute und ähnliches wirken. Nicht nur bei Tieren, auch beim Menschen ist die Nase meist weitaus besser entwickelt als die anderen Sinne. Unsere Nase hilft uns dabei verdorbene oder nicht genießbare Nahrung zu erkennen, Gefahren zu wittern, einen Sexualpartner zu wählen und manchmal kann man sogar das Wetter „erschnüffeln“. Sprichwörter wie „immer der Nase nach“, „man muss sich riechen können“ oder „das stinkt zum Himmel“ kommen nicht von ungefähr. Riechen spricht Teile in unserem Gehirn an und kann starke emotionale Bindungen  und Erinnerungen hervorrufen. So kann ein Geruch sich mit einer Erinnerung, beispielsweise an die geliebte Oma, verbinden. Ätherische Öle können durch ihre Duftmoleküle von unserer Nasenschleimhaut aufgenommen und verarbeitet werden und so unsere Konzentration fördern, uns entspannen oder sogar antidepressiv wirken. Natürlich können diese Koppelungen mit Düften auch negative Emotionen und Erinnerungen wecken, da jeder Mensch individuelle Erfahrungen macht. So muss man selber probieren, welche Düfte einem gefallen und was man nicht riechen kann.

Die Ätherische Öle Wirkung kann auch über die Haut erfolgen. Die Haut ist flächenmäßig unser größtes Schutzorgan, das zudem relativ dünn ist. Dadurch können die flüchtigen Moleküle der ätherischen Öle schnell aufgenommen und verarbeitet. Die Essenzen können durch Einreiben auf der Haut ihre Wirkung entfalten, aber auch durch Inhalation können die Schleimhäute die Stoffe aufnehmen. So wurde Lavendelöl häufig für Verbrennungen und Wunden aller Art im Krieg verwendet, da es entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt. Auch andere ätherische Öle können anregend, straffend, verjüngend, verdauungsregulierend, schleimlösend oder entkrampfend wirken.

Jedes ätherische Öl hat andere Anwendungsgebiete. So können Sie Lavendel bei Schlaflosigkeit beispielsweise als Kissenspray anwenden. Es kann aber auch Hautentzündungen und Akne, Kopfschmerzen oder Menstruationsbeschwerden lindern. Zitrusdüfte dagegen, wie Orange oder Zitrone, wirken stimmungsaufhellend und klärend, sodass sich das Stimmungstief am Nachmittag schnell überwinden lässt und auch beim Lernen die Motivation gefördert wird. 100% naturreine ätherische Öle, wie von Primavera, können sogar für die innere Anwendung genutzt werden, beispielsweise um Entzündungen im Mundraum zu lindern. Besonders das Öl der Tonkabohne ist als Gewürz in Weihnachtsgebäck sehr beliebt. Auch für Hauptspeisen, Desserts und Getränke eignen sich Bio-Öle. Sie geben Kräutern und Gewürzen einen besonderen Pfiff und werten Süßspeisen mit einzigartigen Duftnoten auf.

Zuletzt kann die ätherische Öle Wirkung auch hemmend auf Mikroorganismen, Bakterien und Viren wirken. Je nachdem wofür die Pflanze die Essenzen produziert, können sie auch häufig beim Menschen eingesetzt werden. Produziert die Blüte oder das Kraut das ätherische Öl zur Schädlingsbekämpfung, wirkt es auch beim Menschen häufig sehr gut gegen Parasiten, sowohl auf und in unserem Körper, als auch in der Umgebung. Ätherische Öle haben also auch eine antibakterielle und antivirale Wirkung.

Wie verwendet man ätherische Öle?

Ätherische Öle können vielseitig verwendet werden. Die Verwendung kann über die Haut erfolgen, über die Atemwege, bei der Inhalation gegen eine Erkältung, in einem entspannenden Bad, in Smoothies, Gebäcken und Bonbons oder natürlich auch in der Aromatherapie über Verdampfer, Duftsteine und Duftlampen.

Am einfachsten lassen sich die Duftöle über DiffuserDuftsteine oder Duftlampen nutzen. Doch damit ist ihre Anwendungsmöglichkeit noch lange nicht erschöpft. In ein Trägeröl eingearbeitet bietet beispielsweise Pfefferminze eine erfrischende und klärende Massage, die auch Kopf und Atemwege befreit. Ein paar Tropfen Neroli in Ihrer Tagescreme können deren Wirkung verbessern und schon morgens für gute Laune sorgen. Auch als duftgebender Inhaltsstoff in Cremedeos sind ätherische Öle ideal. Besonders Salbei, der nicht nur mit seinem würzigen Duft verzaubert, sondern auch noch schweißhemmend wirkt. Mit Heilerde gemischt ergeben Manuka und Lavendel eine ideale Gesichtsmaske bei fettiger Haut. Im Shampoo kann Zeder fettiges Haar und Schuppen reduzieren und blaue Kamille im Hautöl unterstützt Ihre Haut gegen akute Neurodermitis.

Auch oral können einige ätherische Öle eingenommen werden. Seien Sie dabei jedoch unbedingt vorsichtig und lassen Sie sich ausgiebig beraten! Nicht jedes ätherische Öl ist oral verwendbar und falls Sie ätherische Öle einsetzen, sollten Sie sie immer sehr schwach dosieren. Schließlich hantieren Sie mit konzentrierten Pflanzenessenzen. In Smoothies können Sie beispielsweise ätherische Öle bio, wie Pfefferminzöl, Zitronen-, Orangen-, oder Grapefruitöl verwenden. Auch ätherische Öle von Basilikum, Majoran, Nelke oder Rosen- und Lavendelöl können in geringer Dosierung benutzt werden. Sogar Weihrauchöl kann verwendet werden, da dieses entzündungshemmend und wundheilend wirkt.

Beachten Sie bei eigenen Mischungen immer das auf dem Fläschchen angegebene maximale Mischverhältnis. Tragen Sie ätherisches Öl nie pur auf die Haut auf. Es kann zu Reizungen und allergischen Reaktionen auch auf gesunder Haut kommen. Beachten Sie außerdem, dass vor allem Zitrusöle phototoxisch wirken können und nicht unmittelbar der Sonne ausgesetzt werden sollten.

Anwendung ätherischer Öle – Anwendung in der Schwangerschaft möglich?

Sie sehen also: es gibt die verschiedensten ätherischen Öle und jedes Öl hat seine eigenen Vorzüge und Anwendungsbereiche. So wird gegen Mücken häufig das Citronella Öl eingesetzt, während bei Erkältungen Pfefferminze oder auch Teebaumöl helfen. Zur Konzentration oder generellen Steigerung der Laune empfehlen sich Zitrusdüfte, zur Entspannung Lavendel und für die Hautpflege wird besonders gerne Rosenöl verwendet.

Übrigens: Es ist ein weitverbreitetes Gerücht, dass Schwangere keine ätherischen Öle verwenden dürfen. Das stimmt so nicht ganz. Zum einen können einige unbedenkliche Öle sehr wohl verwendet werden. Zum anderen sollten ätherische Öle zur Massage nur in den ersten 14 Wochen der Schwangerschaft nicht genutzt werden. Die Aromatherapie über Duftsteine, Duftlampen und Diffuser ist jedoch möglich. Entspannende Öle wie Rose, Lavendel und Bergamotte, sowie Neroli, Orange, Zitrone, Grapefruit oder römische Kamille können bedenkenlos angewendet werden. Sie können Verspannungen, Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen und anderen Beschwerden vorbeugen und sie lösen. Auch zur Massage sind sie (ab der 15. Woche und in einem Trägeröl verarbeitet) verwendbar, um die Haut geschmeidig zu halten.

Ätherische Öle kaufen kann man in Drogerien, einigen Bioläden, sowie in Apotheken und natürlich bei Online-Shops. Einige Verkäufer bieten Aroma-Bars an, so dass Sie die Möglichkeit haben, die verschiedenen Düfte zu testen und sich durch zu schnuppern. Auch auf najoba finden Sie eine große Auswahl an ätherischen Ölen, von A wie Angelikawurzel bis Z wie Zypresse.

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