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Acai: Powerfrucht aus dem Amazonas

Die Acai Beere wird als neues Superfood gefeiert. Doch was ist dran, beziehungsweise was ist drin in der kleinen dunkelblauen Beere? Bereits seit Jahrhunderten wird sie als Nahrungsmittel geschätzt. Indigene Völker in Südamerika verwenden die ein bis zwei Zentimeter großen, dunkelblauen Beeren hauptsächlich für Speisen oder Getränke, aber auch äußerlich angewendet als Açai-Öl. Da die Acai-Beere im Regenwald weit oben auf den bis zu 30 Meter hohen Palmen mit dem botanischen Namen Euterpe oleracea wächst, ist die Ernte nicht ungefährlich. Doch die Mühe lohnt sich. Die Açai-Frucht besteht nur zu etwa zehn Prozent aus Fruchtfleisch, der Rest aus einem Kern. Aus dem Fruchtfleisch kann entweder Püree, Saft, Pulver oder Öl hergestellt werden.

Die volle Kraft der Amazonasbeeren

Die Acai Beere ist ein natürlicher Calcium-Lieferant. Calcium ist ein Mineralstoff, der sich vor allem in den Knochen und in den Zähnen befindet und für die Stabilität des Körpers eine wichtige Funktion einnimmt. Pro 100 Gramm Beeren sind in etwa 130 bis 310 Milligramm Calcium enthalten. Damit der Mineralstoff jedoch vom menschlichen Organismus aufgenommen werden kann, ist eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D3 notwendig. Weil die Acai Frucht auch Vitamin D enthält, kann das Calcium ideal aufgenommen werden, was sich positiv auf die Knochen und Zähne auswirkt.

Auch Vitamin B ist bei den Inhaltsstoffen der Açai Beere enthalten. Die wasserlöslichen Vitamine B1, B2, B3 und B6 sind für einen funktionierenden Kohlenhydrat-Stoffwechsel, die Schilddrüse, bessere Nervenfunktionen, höhere Konzentrationsfähigkeit, schöne Haut und zum Schutz vor Nervenschädigungen zuständig. Kalium reguliert den Wasserhaushalt und ist wichtig für die Weiterleitung von Reizen innerhalb der Nerven.

Acai besteht fast zur Hälfte aus Omega-3 und Omega 9-Fettsäuren. Diese schützen das Herz und wirken sich positiv auf das Blutkreislaufsystem aus. Außerdem sind Omega-3-Fettsäuren wichtig für die Hormonproduktion. Die Kombination aus Vitamin C und Vitamin E stärkt zudem das Immunsystem und unterstützt die Erneuerung der Zellen. Daneben sind in der Acai Frucht noch Magnesium, Zink und Kupfer enthalten.

Anti-Aging-Effekt dank der Acai Beere

Besonders der hohe Gehalt an Antioxidantien macht die Acai Beere auch für die Körperpflege interessant. Antioxidantien sind besonders wichtig, weil sie verhindern, dass freie Radikale Zellschäden verursachen, die nicht nur den Alterungsprozess beschleunigen, sondern auch Krankheiten begünstigen.

Die Wirkstoffe der Anti-Aging-Beere fangen freie Radikale, die Zellen angreifen und altern lassen. Die in der Acai Frucht enthaltenen Anthocyanen, eine Form von Antioxidantien, hemmen die Bildung von freien Radikalen, die in der Entwicklung von Krankheiten eine entscheidende Bedeutung haben können. Neben Krankheiten können freie Radikale auch eine schnellere Hautalterung verursachen.

Eine Studie an der Texas A&M University hat ergeben, dass die in der Acai Beere enthaltenen Antioxidantien vom menschlichen Körper aufgenommen werden können. Bereits durch den Verzehr der Palmenfrucht wird eine vermehrte antioxidative Aktivität festgestellt.

Bei oberflächlichen Kratzern können sie den Heilungsprozess unterstützen. Ihre Haut wirkt jünger, wird geschmeidiger und besser durchblutet. Das wertvolle Öl der Palmenfrucht mildert Fältchen und repariert Hautschäden. Reife Haut profitiert zusätzlich von ihren feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften. Nicht nur die Haut, sondern auch trockenes, strapaziertes Haar wird genährt und bekommt frischen Schwung. Die Wirkstoffe sind auch in anderen Früchten in hohen Konzentrationen vertreten, doch nur in der Acai sind sie in dieser günstigen Kombination vorhanden, die Haut und Haar pflegt und Sie frisch in den Tag starten lässt.

Weniger Appetit durch Acai?

Angeblich sollen Acai Früchte den Stoffwechsel ankurbeln und appetithemmend wirken. Studien, ob diese Vermutungen tatsächlich stimmen, sind zwar nicht wissenschaftlich bewiesen. Feststeht jedoch, dass die Açai Frucht aufgrund ihrer wertvollen ungesättigten Fette und der hochwertigen Ballaststoffe eine schnellere Sättigung hervorruft. Das kann Heißhungerattacken verhindern.

Die Acai Beere schmeckt erdig, fettig und teilweise nussig und sie ist äußerst nahrhaft. Grund dafür ist ihr hoher Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese kann der Mensch jedoch nicht selbst herstellen und müssen daher von außen zugeführt werden. 50 Prozent der Kalorien entfallen auf die enthaltenen Fette, Zucker hingegen enthält die Frucht nur sehr wenig.

Über 40 Prozent der Beere bestehen aus Ballaststoffen, die die Verdauung unterstützen und den Stoffwechsel anregen. Diese quellen im Darm auf und werden beinahe unverändert ausgeschieden. Indem dadurch giftige Stoffe aus dem Körper geleitet werden, wird auch die Darmflora gestärkt.

Hält das Superfood, was es verspricht?

Die kleinen blauen Beeren, die hauptsächlich in Brasiliens Regenwald wachsen, verderben bereits 36 Stunden nach der Ernte. Aus diesem Grund ist es in Europa quasi unmöglich, frische Beeren zu erhalten. Indem die Acai Beeren direkt nach der Ernte gefriergetrocknet werden, bleiben aber die meisten Inhaltsstoffe erhalten. Die gefrorenen Früchte werden anschließend entweder zu Pulver oder zu Püree verarbeitet. Dank der modernen Herstellungsverfahren können beinahe 100 Prozent reines Acai Pulver produziert werden.

Weil die Früchte außerhalb Südamerikas nicht pur verzehrt werden können, sondern nur in Kapseln oder püriert, sollte die Acai Beere nur als Nahrungsergänzung verwendet werden und nicht als vollwertiges Obst betrachtet werden. Für eine besondere Aufwertung und einen farblichen Kick in Smoothies eignet sich das Pulver allerdings wunderbar. Dabei isst nicht nur das Auge mit, sondern die wertvollen Inhaltsstoffe bleiben bei dem schonenden „Freeze drying“-Verfahren erhalten.

Sollte Acai als Bio-Variante gekauft werden?

Egal, ob als Nahrungsergänzungsmittel oder als Kosmetikprodukt: eine hohe Qualität ist sehr wichtig. Nur dann sind all die wertvollen Inhaltsstoffe der Açai Beere enthalten. Durch den Verzicht auf Zusätze und Konservierungsstoffe, können Sie von der reinen Kraft der Dschungelbeere profitieren. Am besten ist es, wenn die Beeren aus biodynamischem Anbau stammen und nachhaltig produziert werden. Außerdem sollten Sie auf Gütesiegel achten, damit Sie auf der sicheren Seite sind. Acai Pulver sollte zum in reiner Form vorliegen und nicht mit anderen Stoffen wie Reispulver gestreckt werden.

Arganöl: Das flüssige Gold aus Marokko

Das aus der Arganfrucht gewonnene Arganöl ist eines der wertvollsten Öle dieser Welt, denn es ist einzigartig. Die Arganbäume wachsen nur in einer einzigen Region, nämlich in Südwest-Marokko, rund um Agadir. Die Region erstreckt sich südlich von Safi bis nach Osten nach Taroudant (und darüber hinaus) und weiter in den Süden bis nach Guelmim. Das umfasst ein Gebiet von fast 820.000 Hektar! Das gesamte Gebiet steht außerdem unter dem Weltkulturerbeschutz, denn der Arganbaum stammt aus dem tertiären Erdzeitalter, welches die Zeit von vor 65 Millionen Jahren bis vor 2 Millionen Jahren bezeichnet.

Die Marokkaner wissen seit Jahrhunderten um die pflegenden und gesunden Eigenschaften des Arganöls und verwenden es seit jeher in der Küche, in der Kosmetik und in der Pflege. Auch in der Wissenschaft gibt es einige Studien zum Arganöl in verschiedenen Anwendungsgebieten, welche die Wirksamkeit des Öls bestätigen.

Aufwendige Herstellung durch Handarbeit

Das Arganöl wird aus den Kernen der Arganfrüchte gewonnen, welche vom Arganbaum stammen. Die Früchte werden per Hand von Frauen vom Boden eingesammelt, nachdem sie vom Baum gefallen sind, denn die Pflanze schützt die Früchte mit Dornen vor Fressfeinden, was das Pflücken erschwert bis unmöglich macht. Allerdings fressen auch gerne Ziegen, Kamelen und Atlashörnchen Argan. Die Ziegen klettern sogar auf den Baum, um die Früchte und Blätter zu erreichen, was oft ein ulkiges Schaubild abgibt. Die Frauen müssen also früh morgens die heruntergefallenen Früchte aufsammeln, damit diese nicht weggefressen werden.

Anschließend werden die gesammelten Früchte zusammengetragen und weiterverarbeitet. Zunächst schlägt man die Argan mit einem Stein auf, um das Fruchtfleisch zu entfernen. Der Kern, auch Arganmandel genannt, wird anschließend aufgeklopft und die Samenplättchen, die darin enthalten sind, werden entweder direkt weiterverarbeitet oder angeröstet. Danach werden die Nüsse per Hand unter Zugabe von lauwarmen Wasser mit einer Steinmühle zermahlen, bis das wertvolle Öl langsam heraustritt. Neben dem Öl entsteht so auch ein Mus, das später zu einem Presskuchen verarbeitet wird. Dieser wird oft gegessen oder an die Tiere verfüttert. Auch das Fruchtfleisch dient oft als Viehfutter oder wird geröstet und als Brennmaterial verwendet. So wird nichts von der kostbaren Arganfrucht verschwendet.

Bei der Herstellung von Arganöl lässt sich auch direkt erkennen, wieso das Öl teuer ist und das auch sein darf. Denn für einen Liter Öl benötigt man ca. 30 Kilogramm Früchte, sowie mindestens sieben bis acht Stunden Handarbeit mehrerer Frauen.

Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten für Arganöl

Arganöl hat zahlreiche Anwendungsgebiete. In Marokko und beim dort ansässigen Berberstamm wird es seit jeher in der Küche verwendet, ähnlich wie Oliven- oder auch Schwarzkümmelöl. Das Öl, welches aus angerösteten Nüssen gewonnen wurde, schmeckt dabei besonders nussig und exotisch. Neben seinem einzigartigen Geschmack ist Arganöl aber auch für seinen hohen Vitamin-E Gehalt und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren bekannt. So kann das Öl bei regelmäßiger Einnahme das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen mindern und unterstützt beim Abnehmen, da es appetitzügelnd wirkt. Zudem beugt es sogar Krebs vor.

Neben den gesunden Wirkungen wird Arganöl aber vor allem in der Kosmetikbranche verwendet. Das liegt ins Besondere an seinen Antioxidantien, wodurch Arganöl Haut und Haar vor freien Radikalen schützen.  Bei sprödem, trockenem oder zu Spliss neigendem Haar kann man einige Tropfen ins feuchte oder trockene Haar einmassieren und so die Feuchtigkeit im Haar einschließen. Auch auf der Kopfhaut wirkt es wahre Wunder, insbesondere auch bei trockener, empfindlicher und juckender Kopfhaut oder Psoriasis (Schuppenflechte).

Für die Anwendung auf Kopfhaut und Haar können Sie einmal wöchentlich das Öl einmassieren und über Nacht einwirken lassen, so dass sich seine Wirkung voll entfalten kann. Zwar lässt Arganöl Haare nicht schneller, dafür aber gesünder wachsen. Auch vor Hitze kann Arganöl Haare bewahren. Durch die Tocopherole, ein besonderer Inhaltsstoff des Öls, entsteht ein Schutz vor Hitze und UV-Strahlung, welcher natürlich auch bei Glätteeisen und Co. wirkt. So werden die Haare nicht noch zusätzlich strapaziert, sondern bleiben gepflegt und gesund.

Hilfsmittel auch für Problemhaut

Aber nicht nur Haare profitieren vom goldenen Öl, sondern auch die Haut. Hier hat die Anwendung von Arganöl gleich mehrere Wirkungen, denn es hilft sowohl bei unreiner, trockener, fettiger, wunder und juckender Haut, aber auch bei Cellulite, Narben und kleinen Fältchen. Bei Akne oder unreiner Haut kann das Öl Abhilfe schaffen, dank seiner entzündungshemmenden und desinfizierenden Wirkung. Das gleiche gilt auch für kleine Wunden oder Hautprobleme aufgrund hormoneller Schwankungen.

Zudem verstopft Arganöl die Poren nicht, da es nicht komedogen ist. So wird die Haut gepflegt, während sie weiterhin atmen kann. Die Talgproduktion der Poren wird außerdem durch die Verwendung reguliert, wodurch es auch bei fettiger oder Mischhaut eingesetzt werden kann. Durch die reichhaltige Pflege strafft Arganöl Haut zunehmend, kleinere Fältchen vermindern und das Hautbild verbessert sich.  Insbesondere während der Schwangerschaft kann eine regelmäßige Massage Wunder wirken gegen Dehnungsstreifen.

Die Inhaltsstoffe des marokkanischen Öls sorgen übrigens auf natürliche Weise für einen Lichtschutzfaktor 3. Damit können Sie sich zwar nicht ohne zusätzlichen Schutz bräunen, aber bei der After-Sun Pflege erweist sich das Öl als hilfreich, insbesondere bei schmerzhaftem Sonnenbrand. Durch den hohen Gehalt an Vitamin E und Ferulasäure, kühlt es die Haut und lindert die Verbrennung. Durch die vielen Antioxidantien werden zusätzlich die Hautzellen geschützt und deren Regeneration gefördert. Auch für die Nagelpflege und Nagelkrankheiten ist das Öl gut zu verwenden, denn es bekämpft sogar Nagelpilz im Anfangsstadium zuverlässig. So vielseitig einsetzbar, ist kaum ein anderes Öl.

Einnahme und Anwendung: Welches Arganöl nehme ich wofür?

Arganöl gibt es in zwei Ausführungen: einmal wird es aus gerösteten Kernen gewonnen und einmal aus ungerösteten. Beide Öle können Sie sowohl für Haut, Haar und zur Pflege verwenden, aber auch in der Küche zum Essen und Kochen. Generell empfiehlt es sich jedoch in der Küche ein Arganöl aus gerösteten Kernen zu verwenden, da dieses einen leicht nussigen und exotischen Geschmack hat, während das Andere keinerlei Geschmack hat. Letzteres ist dann eher zur Pflege geeignet, außer man riecht gerne nach gerösteten Argankernen.

Für die orale Einnahme wird eine Verzehrmenge von 3 Teelöffeln täglich empfohlen. Diese können Sie pur einnehmen oder in Verbindung mit Salaten, Süß- und Hauptspeisen oder sogar im Smoothie. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Da Arganöl einen hohen Rauchpunkt von 250°Celsius hat, können Sie es sogar zum Braten verwenden. Dann verliert es jedoch einen Großteil seiner Antioxidantien und Vitaminen, weshalb Experten empfehlen, das Öl erst nach dem Braten zum Verfeinern hinzuzugeben. Bei kühler und dunkler Lagerung ist das Öl zwischen 12 und 24 Monaten haltbar, nach Anbruch der Flasche sollte es innerhalb von drei Monaten verbraucht werden. Empfehlenswert ist außerdem der Kauf von Bio Arganöl, da dieses garantiert ohne Pestizide, Chemikalien und synthetische Stoffe hergestellt wurde und zudem die marokkanischen Frauen bei der Produktion unterstützt.

Bergamotte – Universelles Heil- und Pflegemittel

Die Bergamotte. Bei uns weitestgehend unbekannt, da sie sehr selten und nur in ausgewählten Spezialgeschäften zu kaufen ist. Wenn man die Bergamotte kennt, dann häufig das aus ihr gewonnene ätherische Öl, das zahlreiche Anwendungsgebiete hat. In Rezepten oder zum Kochen allgemein findet man die Bergamotte eher selten, was daran liegt, dass sie – im Gegensatz zu ihren Verwandten der Zitrone und der Limette – roh fast ungenießbar ist. Trotzdem haben vor allem die Italiener einige herrliche Rezepte für Speisen mit der Bergamotte entwickelt. Die Engländer nutzen die grüne Frucht, um ihren Earl Grey Tee damit anzureichern.

Wissenswertes zur Herkunft der Bergamotte

Mit der Bergamotte wird eine Gruppe der Zitruspflanzen bezeichnet, die als Hybride entweder aus einer Kreuzung zwischen der süßen Limette und der Bitterorange oder zwischen der Bitterorange und der Zitronatzitrone entstanden sind. Die Forscher sind sich der Herkunft noch nicht hundertprozentig sicher, jedoch ähnelt die Frucht im Verlauf der Reifung immer mehr der Zitronatzitrone. Auch die Form der Bergamotte ist oft gewellt bzw. gerippt, genau wie die der Zittronatzitrone.

Neben den Zitrusfrüchten gibt es auch noch eine Gruppe von Birnen, die ebenfalls Bergamotten genannt werden. Eben jene Birnen wurden vermutlich aus der Türkei eingeführt, wo beg armudi (türkisch für Bergamotte) so viel wie Prinzenbirne bedeutet. Sowohl die Zitrusfrucht, als auch die Birnenfrüchte, sehen sich sehr ähnlich, weshalb der Name der Birne vermutlich einfach auf die Bergamotte übertragen wurde. Es gibt jedoch auch die Vermutung, dass die Bergamotte ursprünglich von den Kanaren stammt, von denen Kolumbus höchstpersönlich sie nach Italien eingeführt hat.

Sicher ist, dass die Bergamotte hauptsächlich im südlichsten Zipfel von Italien, in der Region Kalabrien, auf einem ca. 100 Kilometer langen Küstenstreifen angebaut wird. Sie wird auch noch in Westafrika und Indien angebaut, jedoch wird die italienische Bergamotte besonders hoch geschätzt dank ihrer herausragenden Qualität. Die Bergamotte wächst, ebenso wie Limette, Orange und Zitrone, an einem immergrünen Baum, welcher im Frühjahr blüht. Geerntet wird dann zwischen November und März, wo die Frucht dann teilweise auch bei uns in Märkten zu finden ist. Unterschieden wird zwischen drei Sorten. Die älteste Sorte ist Castagnaro, welche vermutlich die Sorte war, welche als erstes im 18. Jahrhundert eingeführt wurde. Die Sorte Femminello produziert das ätherische Öl von höchster Qualität und der Typ Fantastico produziert am meisten ätherisches Bergamotteöl.

Bergamotteöl – Anwendung und Inhaltsstoffe des „grünen Goldes“

Bergamotten werden hauptsächlich zu Bergamotteöl verarbeitet, da die Frucht, anders als ihre Verwandten, roh ungenießbar ist. Sie schmeckt sehr sauer und extrem bitter, weshalb sie in Rezepten nur sehr spärlich und in geringen Mengen verwendet wird. Das Öl der Bergamotte wird außerdem als „grünes Gold“ bezeichnet, da man bis zu 200 Kilogramm der Früchte benötigt, um einen Liter Öl herzustellen. Zudem wächst die Bergamotte nur in sehr wenigen Gebieten, wie dem kurzen Küstenstreifen in Kalabrien. Auch die kleinen Anbaugebiete treiben den Preis in die Höhe und das Bergamotteöl aus Kalabrien gilt als das wertvollste und von höchster Qualität.

Für die Produktion des Öls werden nur die Schalen der Früchte benutzt. Diese werden kalt gepresst werden, um so das Öl zu extrahieren. Das Bergamotteöl duftet herrlich frisch und fruchtig und ist vor allem durch Erfrischungstücher und bekannte Eau de Toilettes, wie das Kölnisch Wasser, bekannt. Der Duft von Bergamotte wird allgemein sehr gerne für Parfums aller Art verwendet und dient dort als Kopfnote. Bergamotte Anwendungsgebiete sind, neben besagter Parfumherstellung, auch die Verwendung in Deodorants, Duschgels, Seifen und sogar Zahnpasten. Dort dient es allerdings auch lediglich als Duftstoff.

Man kann in geringen Mengen Bergamotte durchaus genießbar machen und als Lebensmittel verwenden. So nutzen die Engländer Bergamotte zur Aromatisierung ihres weltberühmten Earl-Grey Tees und in Frankreich und der Türkei gibt es Bonbons, in denen Bergamotte enthalten ist. Als ganz besondere Spezialität gelten Marmeladen, die aus Bergamotten hergestellt wurden und so einen unverwechselbaren Geschmack haben. Bergamotte Anwendungsgebiete sind also vielfältig und auch in der Aromatherapie wird das Bergamotteöl gerne genutzt.

Bergamotte Wirkung in der Aromatherapie

Fast jeder Stoff nimmt irgendeinen Einfluss auf unseren Körper – positiv oder negativ. Emissionen und freie Radikale schaden unserem Körper, während spezielle Düfte und Lebensmittel ihn bei der Heilung und Regeneration unterstützen können. Bergamotte als ätherisches Öl hat zahlreiche Anwendungsgebiete für Körper und Seele. Die Bergamotte Wirkung entfaltet sich hauptsächlich über unser Riechorgan, aber es kann auch gut in Verbindung mit einem Trägeröl auf der Haut und zur Massage verwendet werden.

Bergamotteöl wird nachgesagt, dass es eine fiebersenkende Wirkung hat und Wunden besser heilen lässt, da es antiseptisch wirkt, Schmerzen mildert und die Verdauung unterstützt. Zudem wirkt es, wie fast alle Zitrusfrüchte, stimmungsaufhellend und wirkt positiv auf unsere Gemütslage. Das Bergamotteöl verstärkt zudem die Wirkungen anderer ätherischer Öle. In Verbindung mit weiteren Zitrusfrüchten unterstützt es die gemütsaufhellende Wirkung, in Verbindung mit Lavendel oder Negroni beruhigt und entspannt es umso mehr.

Bergamotteöl als Massageöl und Gesichtswasser

Das Bergamotteöl ist deshalb ein hervorragendes Öl für Aromatherapie-Anfänger, da es sich mit fast jedem Duft mischen lässt. Außerdem lässt es sich auch in Kosmetika verwenden, z.B. als Gesichtswasser, welches gut gegen Unreinheiten und fettige Haut hilft. In einem Trägeröl kann man Bergamotte  wunderbar zur Massage gegen Bauchkrämpfe und Verdauungsstörungen benutzen.

Vorsicht: Sollten Sie das Bergamotteöl auf der Haut verwenden, achten Sie darauf es niemals pur zu verwenden, sondern immer in Verbindung mit einem Trägeröl (z.B. Mandelöl). Zudem sollten Sie nach der Verwendung auf der Haut die eingeriebene Stelle für mindestens 72 Stunden von der Sonne fernhalten. Da Bergamotte (und Zitrusfrüchte allgemein) phototoxisch wirkt, können so schlimme Brandverletzungen oder dunkle Flecken auf der Haut entstehen. Zudem sollten Sie Bergamotteöl nicht auf der Haut oder innerlich anwenden, sollten Sie gerade schwanger sein.

In einem Diffusor oder einer Duftlampe verwendet, kann Bergamotte Unlust, Angst, Müdigkeit und depressiven Verstimmungen entgegen wirken und uns wieder voller Zuversicht und Tatendrang in die Zukunft blicken lassen. Auch gestresste und überarbeitete Nerven beruhigt Bergamotte nachhaltig, was in einer Nervenheilanstalt nachgewiesen werden konnte. Auch bei Entzündungen und Erkrankungen, wie beispielsweise Herpes, Cholesterin-Probleme oder Scheidenpilz, unterstützt es den körpereigenen Heilungsprozess. Es wird zudem auch gerne als Insektenschutz verwendet, ebenso wie Citronella. Ein Fläschchen Bergamotteöl im Haus zu haben, kann in jedem Fall nicht schaden.

Bienenwachs – Natürliches Pflegewunder

Bienenwachs ist ein kostbarer und begehrter Rohstoff, vor allem in der Kosmetik und Pharmazie. Die fleißigen Bienen, die den ganzen Sommer über Blüten zum Pollen sammeln befliegen, bauen aus dem Bienenwachs ihre Waben und somit ihren gesamten Bienenstock. Die Bienenwaben dienen dabei nicht nur dem Nachwuchs, zum Ausbrüten und Aufwachsen, sondern sie werden auch als Vorrats- und Schlafkammer genutzt. So wird ein Teil der Waben mit Honig befüllt. Während andere Teile fair unter den verschiedenen Bienenarbeiterinnen aufgeteilt werden.

Wo kommt Bienenwachs her und wie wird es gewonnen?

Bienenwachs wird fast ausschließlich von den noch sehr jungen Arbeiterbienen hergestellt, die in etwa 12 bis 18 Tage alt sind. Zwar können auch die älteren Bienen bei Bedarf das Wachs herstellen, aber die Wachsdrüsen müssten dafür reaktiviert werden und dies geschieht nur bei dringendem Bedarf.

Die Bienchen produzieren mit 8 Drüsen winzige Wachsplättchen, welche zunächst weiß und nicht größer als ein Streichholzkopf sind. Anschließend wird das Wachs mit den Mundwerkzeugen geknetet werden. Dort bekommen die Plättchen ihre gelbe Farbe, da dort auch Propolis, Pollen und Drüsensekrete hinzugefügt werden. Die Produktion von Bienenwachs ist für die fleißigen Tiere extrem aufwendig, denn für ein Kilo Wachs verbrauchen die Arbeiterbienen 10 Kilo Honig.

Daher nutzen viele Imker altes Bienenwachs, um daraus Mittelwände zu bauen, welche die Bienen dann mit weniger Kraftaufwand auskleiden können. Dazu entnimmt der Imker Waben, die bereits mit Honig gefüllt sind. Den Honig schleudert er dann aus den Waben und die Waben werden eingeschmolzen. Durch das Einschmelzen werden Bakterien und Keime abgetötet und das Wachs wird gereinigt. Anschließend kann er aus dem Wachs neue Mittelwände herstellen oder es zu Kerzen, Pastillen und ähnlichem weiterverarbeiten und verkaufen.

Die Farbe von Bienenwachs

Natürliches Bienenwachs hat eine hell- bis dunkelgelbe Farbe und riecht leicht nach Honig. Dieses Wachs heißt auch Cera Flava und wurde nur von Unreinheiten und Bakterien befreit. Der Schmelzpunkt liegt zwischen 61 und 66 Grad Celsius und es lässt sich auch gut und einfach mit den Händen kneten. Es gibt auch weißes Bienenwachs, welches als Cera Alba bezeichnet wird. Dies ist meist jedoch von minderer Qualität, da das Bienenwachs mit Chemikalien gebleicht wurde und so Allergien und Unverträglichkeiten auslösen kann. Zudem fehlt ihm häufig der Duft nach Honig.

Welche Inhaltsstoffe enthält Bienenwachs?

Ohne zu stark in die Chemie abzudriften enthält Bienenwachs vor allem Myricin, ein Stoffgemisch, welches aus Estern, Säuren und Langkettigen Alkoholen besteht. Zudem besteht es aus mehreren Säuren und gesättigten Kohlenwasserstoffen. Die Inhaltsstoffe können durch ein sogenanntes chromatographisches Verfahren überprüft werden. Das ist wichtig da Bienenwachs einerseits teilweise mit Paraffinen gestreckt wird, andererseits um festzustellen ob Medikamentenrückstände im Wachs verblieben sind.

Diese Rückstände können durch die gefährliche Varroa-Milbe entstehen, die gerne Bienenstöcke befällt. Dort saugen sie an den Bienenpuppen, die noch nicht geschlüpft sind. Die geschlüpften Tiere aus den befallenen Stöcken sind bis zu einem Zehntel kleiner als ihre gesunden Gefährten und haben dadurch eine wesentlich kürzere Lebenszeit. Zudem überträgt die Milbe auch Krankheiten und Viren, so dass es zu einem Bienensterben kommt. Die Milben können auf natürliche Art bekämpft werden, z.B. mit Ameisensäure, aber eben auch durch Medikamente, deren Rückstände sich dann oft im Wachs finden und dann auch unsere Haut schädigen können, wenn sie in Produkten verarbeitet werden.

Neben den genannten Inhaltsstoffen kommen aber vor allem auch Propolis, Pollen und Honigrückstände im Wachs vor. Propolis ist dabei für die antibakterielle Wirkung des Wachses verantwortlich, während der Honig Duft und Farbe beeinflusst, ebenso wie die Pollen.

5 Wirkungen des Powerstoffs

  • Schutzbarriere für die Haut: Bienenwachs dient zum Schutz und der Stabilität des Bienenstocks. Denn in den Waben, die ja aus Wachs bestehen, wird die wertvolle Brut und der Honig aufbewahrt. Diese Wirkung kann sich auch bei Bienenwachs Kosmetik, wie z.B. Bienenwachs Cremes, entfalten. Der Vorteil am Wachs ist, dass dieses luftdurchlässig ist und die Poren nicht verstopft. Stattdessen legt es sich wie ein wasserfestes Pflaster auf die Haut und kann so Fremdkörper aller Art fern halten.
  • Das Wachs weist Wasser zwar generell ab, weshalb es auch gerne zur Imprägnierung verwendet wird, allerdings ziehen die Stoffe im Wachs auch Wasser bzw. Feuchtigkeit an. Denn Bienenwachs Creme kann einerseits noch mit zusätzlichen natürlichen und pflegenden Inhaltsstoffen versetzt sein, das Bienenwachs speichert aber von Haus aus Wassermoleküle aus der Luft und gibt sie nach und nach an die Haut ab.
  • Das Wachs der Bienen enthält außerdem jede Menge Vitamin A. Dieses unterstützt unsere Haut bei der Zellregeneration – hilft also dabei die Haut straff und elastisch zu halten und Fältchen vorzubeugen. So kann Bienenwachs Kosmetik auch prima für Dehnungsstreifen eingesetzt werden, z.B. bei einer ausgiebigen Massage.
  • Die Bienenwachs Heilwirkung ergibt sich vor allem durch die antibakterielle Wirkung des Wachses. Diese entsteht durch die Bearbeitung mit Propolis, Honig und Blütenpollen durch die Bienen, denn alle drei Stoffe sind für ihre antibakteriellen Wirkungen bekannt. Dadurch kann das Wachs bei der Wundheilung unterstützen und bakterielle Entzündungen verringern. So wird Bienenwachs gerne bei Windeldermatitis eingesetzt oder auch bei leichten Verbrennungen, bei Hautirritationen und bei Juckreiz. Auch bei Pilzen jeglicher Art, z.B. Scheidenpilz, oder Vireninfekten, z.B. Lippenherpes, kann Bienenwachs Creme eingesetzt werden.
  • Auch bei Allergikern können regionale Bienenprodukte helfen (natürlich nicht, wenn Sie gegen Bienen allergisch sein sollten!). Bei Heuschnupfen wird beispielsweise empfohlen, kleine Mengen Honig aus der Region zu konsumieren, um den Körper auf die Gräser in kleinen Mengen vorzubereiten. Dies kann natürlich auch durch regionale Bienenwachs Kosmetik getestet werden.

 

Achtung: Bei Beschwerden jeglicher Art sollten Sie zunächst immer einen Arzt oder qualifizierten Therapeuten aufsuchen! Dieser Artikel ersetzt keinen ärztlichen Rat und dient nicht als Anleitung zur Eigenbehandlung.

Fazit: Sie sehen Bienenwachs ist vielseitig einsetzbar und hat bemerkenswerte Eigenschaften, die für eine regelmäßige Verwendung in Ihrer täglichen Pflegeroutine sprechen. Auch bei najoba finden Sie zahlreiche Produkte mit dem Powerstoff. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und Entdecken!

Brennnessel – Universelle Heilpflanze statt Unkraut

Die Brennnessel wird zu Unrecht oftmals als pures Unkraut abgestempelt. Als ein ziemlich hartnäckiges noch dazu. Dabei kann das grüne Stachelmonster in vielerlei Aspekten helfen und das körperliche Wohlbefinden verbessern. Solange man sie nicht direkt anlangt, sondern etwas Vorsicht walten lässt, kann man sie hervorragend zu Suppen, Smoothies, als Proteinpulver oder auch als Tinktur und Badezusatz verwenden.

Die wahre Geschichte hinter der Brennnessel

Die Brennessel gibt es bereits seit mehreren tausend Jahren, denn bereits die Griechen und Römer der Antike kannten und schätzen die Heilpflanze. So nutze bereits Plinius der Ältere, antiker Römer bekannt durch sein naturkundliches Werk, die Brennessel als Gemüse. Auch im Mittelalter waren ihre Heilwirkungen bekannt. Damals wurde sie vor allem zur Behandlung von Asthma und Rheuma eingesetzt. Mit der Zeit ging dieses Wissen jedoch verloren, bis die arme Pflanze letztendlich als reines Unkraut in der Moderne abgestempelt wurde. So langsam werden die Wirkungen der Brennessel allerdings wieder aufgedeckt und sie wird mehr und mehr als Superfood gehandelt.

Aber nicht nur als Heilpflanze für den Menschen kann die Brennnessel dienen, sondern auch für andere Pflanzen. So gibt es einige Rezepte, wie man die Pflanze zu einem wertvollen Dünger machen kann oder auch zum biologischen Insekten- und Schädlingsbekämpfer verwenden kann. Zudem ist die Pflanze Nahrung für zahllose Schmetterlingsarten, bzw. deren Raupen und als sogenannte Zeigerpflanze, zeigt die Brennnessel an, wo der Boden sehr stickstoffreich ist. Brennnesseln zeigen Ihnen also, ohne kostspielige Bodenanalyse, an, dass der Boden gut und nährstoffreich ist.

Welche Brennnessel-Arten gibt es und welche sind essbar?

Weltweit gibt es circa 45 verschiedene Arten dieser außergewöhnlichen Pflanze. In Deutschland heimisch sind vor allem die Große und die Kleine Brennessel, sowie die Röhricht- und Pillenbrennnessel. Die letzten beiden kommen aber nur vereinzelt vor, am häufigsten findet man die Große Brennnessel, welche bis zu 300 Zentimeter hoch werden kann. Die Kleine Brennnessel hingegen wird nur maximal 45 Zentimeter hoch, sieht der Großen aber zum Verwechseln ähnlich. Beide Arten, große und kleine Brennnessel, tragen grüne Blätter auf denen sich die gefürchteten Brennhaare auf der Oberseite befinden. Die Blätter stehen immer versetzt zueinander und am oberen Ende bildet die Pflanze Blüten aus, die später zu den essbaren Samen werden.

Sowohl die Kleine, als auch die Große Brennnessel sind essbar. Bei der Ernte sollte man aber unbedingt Gummihandschuhe anziehen, um sich vor den Stacheln zu schützen. Diese sind vor allem auf den Oberseiten der Blätter zu finden, teilweise aber auch am Stamm der Pflanze. Die Stacheln zeigen von der Pflanze weg, bzw. Richtung Himmel, man kann sich also auch schützen, indem man von unten nach oben die Pflanze erntet. Die Stacheln dienen der Pflanze als Schutz vor Fressfeinden und brechen sehr leicht ab, wodurch sich die enthaltene Säure (meist Ameisen- oder Kieselsäure) auf den Angreifer entleert. Bei einigen Arten sind die Stacheln so ausgeprägt, dass sie sogar zum Tod führen können, diese Arten sind jedoch nicht in Europa beheimatet.

Geerntet werden nur die obersten und jüngsten Blätter und Triebspitzen der Brennessel. Diese können zwischen März und Juli abgenommen werden. Von Juli bis August können Sie die Samen der Pflanze ernten, diese können Sie aber auch bis in den September hinein ernten. Dann werden die Samen immer dunkler und nährstoffreicher.

Wirkung und Heilkraft – Warum ist das „Unkraut“ so gesund?

Die Brennnessel wird für zahlreiche Wehwehchen und Probleme angewendet, denn sie ist vielseitig einsetzbar. Ihre größte Wirkung und Heilkraft entfaltet sie durch ihre entwässernde Wirkung. Deswegen findet man sie sehr oft in Diätpulvern und Detoxkuren. Zusätzlich soll die Entschlackung eine weitere Brennessel Wirkung sein. Durch die Brennnessel werden allerdings auch die Harnwege durchgespült, um Keime und Bakterien loszuwerden. So hilft Brennnesseltee bei Harnwegsinfekten aller Art. Gerne wird die Brennessel bei Prostatavergrößerungen (und generell Prostataerkrankunge) eingesetzt, die auf Blase und Harnleiter drücken und so das Wasserlassen erschweren. Auch zur Vorbeugung von Nieren- und Blasensteinen oder bei einer Blasenentzündung kann die Anwendung der Heilpflanze helfen. Die Brennessel hilft auch ihrem Darm wieder in Schwung zu kommen, denn sie wirkt entzündungshemmend und kann so Infektionen im Darm vorbeugen. Sie ist eines der Mittel, die für ein spezielles Therapiekonzept für chronisch entzündliche Darmerkrankungen eingesetzt wird.

Des Weiteren wird die Brennessel seit jeher bei Arthrose, Arthritis und Rheuma eingesetzt. Hier kann sie auch äußerlich angewendet werden, indem man mit der Brennessel-Pflanze auf die betroffene Stellen schlägt. Durch die freigesetzte Säure der Brennhaare wird die Durchblutung in diesem Körperbereich angeregt und es entwickelt sich ein langanhaltendes, wärmendes Gefühl beim Patienten. Die Brennessel Wirkung dehnt sich zudem auf eine gestärkte Abwehrkraft, sinkenden Blutdruck und sogar auf die Potenz aus. Für letzteres dienen vor allem die Brennnesselsamen als Aphrodisiakum. Auch bei Haarausfall soll eine Tinktur der Pflanze aufgetragen werden, um das Haar dichter und glänzender wachsen zu lassen.

Zahlreiche Vitamine und Antioxidantien als Brennnessel Inhaltsstoffe

Die Brennessel Wirkung entfaltet sich natürlich vor allem durch die speziellen Nährstoffe, die dieser Pflanze innen wohnen. Die Blätter bestehen vor allem aus Mineralstoffen, wie Kieselsäure, Kalium und Eisen, Flavonoiden und in den Brennhaaren findet man Histamin und Serotonin, sowie Ameisensäure. Die Wurzeln findet man Lektine, Triterpene und Fettsäuren als Brennessel Inhaltsstoffe, währen die Samen aus Öl, Linolsäure und Carotinoiden bestehen.

Wegen des hohen Eisengehalts wird die Brennnessel gerne für Frauen empfohlen, die oft mit einem niedrigen Eisenwert zu kämpfen haben. Weitere Brennessel Inhaltsstoffe sind ein sehr hoher Eiweißgehalt von über 30 Prozent und doppelt so viel Vitamin A und C, als man in Zitrusfrüchten findet. So können auch Veganer und Vegetarier auf die Gartenpflanze zurückgreifen, um ihren Eisen- und Eiweißhaushalt aufrecht zu halten.

Rezepte mit Brennnessel: Vom Unkraut zum Superfood in der Küche

In der Küche ist die Brennessel vielseitig anwendbar und wird auch zunehmend von Gourmet-Köchen verwendet. Um sich vor den Stacheln zu schützen, sollte man die Blätter kurz blanchieren, mit einem Tuch auswringen, stark abbrausen oder mit einem Wiegemesser zerkleinern. Mit letzterer Methode kann man die Blätter dann auch roh im Salat essen. Sie können die Brennessel zum Verfeinern von Saucen und Suppen verwenden, die Blätter einzeln frittieren oder im Mixer zum Smoothie zugeben. Beliebt ist natürlich auch der Brennesseltee, den man zubereitet, indem man getrocknete Brennnesselblätter mit brühendem (nicht kochendem!) Wasser übergießt und nach eigenem Gutdünken ziehen lässt, je nachdem wie stark man den Tee haben möchte.

Zu guter Letzt kann man die Samen der Pflanze im Dörrautomaten, in der Sonne oder (an sehr heißen Tagen) im Schatten trocknen lassen und anschließend als knusprige Zugabe auf Suppen und Smoothies geben oder zu einem wirkvollen Proteinpulver verarbeiten.

Sie sehen, die Brennnessel ist weit mehr als nur lästiges Unkraut im Garten, sondern hat viele Heilkräfte, die Sie sich zu Nutzen machen können.

Dackel

Der Dackel, auch Dachshund oder vor allem in der Jägersprache Teckel genannt, ist eine von der FCI anerkannte deutsche Hunderasse (FCI-Gruppe 4, Sektion 1, Standard Nr. 148). Die Rasse wird in Deutschlandgezüchtet im Deutschen Teckelklub 1888 und – als rein jadgliche Zucht – im Verein für Jagdteckel.

Der Begriff Dachshund bezeichnet neben der Hunderasse auch eine historische Nutzungsgruppe von Jagdhunden: Hunde, die zur Baujagd, speziell zur Jagd im Dachsbau eingesetzt wurden, sowie eine Gruppe (Gruppe 4: Dachshunde) in der Rassesystematik der FCI, die jedoch derzeit nur die Rasse Dachshund enthält.

Erdbeeren – Kleine Powerfrüchte

Mitte Mai bis August kann man die kleinen, sensiblen Powerfrüchte überall bekommen und genießen. Natürlich ist von Erdbeeren die Rede. Sie wartet nicht nur mit herrlich süßem Geschmack auf, sondern bereichert auch Körper und Seele durch ihre unglaublichen Fähigkeiten, die unsere Haut, Organe und unser Haar schützen und pflegen. Kein Wunder also, dass man bereits im Mittelalter Erdbeeren als Heilpflanze eingesetzt hat.

Herkunft der Erdbeeren

Erdbeeren wurde bereits in der Steinzeit gegessen, jedoch nicht in der Form in der wir sie jetzt kennen. Denn damals gab es die heutige Erdbeere noch nicht, sondern ihre Verwandte die Walderdbeere war verbreitet. Diese Art der Beere ist wesentlich kleiner, dunkler in der Farbe und kräftiger im Geschmack. Ansonsten ähnelt sie von Form und Aufbau komplett unserer heimischen Gartenerdbeere und kann auch nach wie vor kultiviert werden.

Die heutige Erdbeere, welche in Supermärkten zu kaufen ist, ist eine Mischung aus zwei importierten Sorten: der Chile- und der Scharlach-Erdbeere. Beide kamen wahrscheinlich im 18. Jahrhundert nach Europa und wurden dann zufällig gekreuzt. Die daraus entstandene Pflanze nennt sich fragaria x ananassa, unter Botanikern kurz auch Ananas genannt (während die gelbe Tropenfrucht Ananas meist Hawaii-Ananas genannt wird). Die Gartenerdbeere, wie man sie auch nennt, setzte sich im Gegensatz zur Walderdbeere durch, da sie dank der Chile-Erdbeere sehr große Früchte trug und ein starkes Aroma von der Scharlach-Erdbeere geerbt hat.

Was für Früchte sind Erdbeeren?

Erdbeeren werden generell gerne als Obst bezeichnet, schließlich schmecken sie herrlich süß und fruchtig. Der rote Pflanzenteil, den wir genießen, ist jedoch gar nicht die eigentliche Frucht der Pflanze, sondern die vielen kleinen Samen darauf. Aus diesen Samen wachsen neue Erdbeerpflanzen, so der Plan. Die rote Frucht dient dabei einerseits zum Anlocken von Tieren, welche die Erdbeere fressen, die Samen ausscheiden und diese somit an andere Orte gebracht werden. Andererseits verdirbt die Frucht irgendwann, wodurch die Samen auf den Boden gelangen und sich dort einnisten können. Dadurch zählt die Erdbeere botanisch gesehen zu den Scheinfrüchten, genauer gesagt zu den Sammelnussfrüchten und nicht zu den Beeren bzw. zum Obst. Auch Himbeeren und Brombeeren gehören zu diesen Scheinfrüchten. Zu den echten Beeren hingegen zählen Stachelbeeren, Heidelbeeren, Trauben, Tomaten, Gurken und sogar Kürbisse.

Welche Vitamine und Antioxidantien besitzt die Erdbeere?

Sind Erdbeeren gesund? Wie viel darf oder sollte man von den kleinen Früchtchen essen? Stecken da wirklich so viele Vitamine drin, wie man immer sagt? Die Erdbeere ist nicht nur unglaublich lecker und ein Symbolbild für Liebe, Leidenschaft und Sommer, sondern tatsächlich sind Erdbeeren gesund – sehr sogar! Denn die Beeren sind voll mit Vitamine, Mineralien, Phyto-Nährstoffen und Antioxidantien! Sie haben sogar mehr Vitamin C als Orangen, auf 100g nämlich 59g (Orangen liegen bei circa 50/100g). So kann man mit hundert Gramm Erdbeeren schon fast den kompletten Vitamin C Bedarf eines Erwachsenen decken. Daneben hat die kleine Frucht viele B-Vitamine, kaum Kalorien, da sie zu 90% aus Wasser besteht, und viele Mineralien, wie Kalium, Eisen, Mangan und Jod. Besonders wichtig für den Menschen ist Folat, was der Körper selbst nicht herstellen kann, unser aber für den täglichen Bedarf gebraucht wird.

Vorsicht: Folat ist keine Folsäure! Folsäure ist synthetisch hergestellt, während Folat das natürlich vorkommende Mineral ist. So unterscheiden sich die beiden Stoffe in Bezug auf Aufnahmefähigkeit und Bioverfügbarkeit, wobei Folat (als natürlicher Stoff) besser aufgenommen werden kann.

Folat ist vor allem während der Schwangerschaft essentiell, um das Kind mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Neben zahlreichen Mineralien und Vitaminen, sind Erdbeeren auch reich an Antioxidantien, die unseren Körper vor freien Radikalen schützen. Die Scheinbeeren strotzen dabei vor allem mit Anthocyanen, welche vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen sollen. Auf die Frage ob Erdbeeren gesund sind, kann man also ganz klar mit ja antworten.

Erdbeeren – Gesundheitliche Wirkung

Durch die vielen gesunden Nährstoffe der Powerbeere hat die Erdbeere eine ausgezeichnete gesundheitliche Wirkung und wurde bereits im Mittelalter als Heilpflanze eingesetzt. So sagte bereits Pfarrer Kneipp, dass ein Tee aus Erdbeerblättern gut für die Gesundheit sei und der schwedische Botaniker Linné meinte sogar, die Erdbeere habe seine Gicht geheilt.

Deshalb sollten Sie mehr Erdbeeren essen

Abnehmen mit Erdbeeren

Wer abnehmen möchte, muss auf süße Erdbeeren im Sommer nicht verzichten. Ganz im Gegenteil, greifen Sie beherzt zu! Durch ihren hohen Wassergehalt haben die Beeren kaum Kalorien, dafür jedoch reichlich Vitamine und Nährstoffe. Die vielen Ballaststoffe helfen dem Darm und zudem erhöhen die kleinen Früchte den Hormonspiegel, der für die Regulierung des Hungergefühls zuständig ist. Die roten Beeren sättigen also und vermeiden Heißhungerattacken, denn der fruchteigene Zucker wird nur langsam vom Körper abgebaut. Die Antioxidantien der Erdbeere bekämpft zudem Entzündungen im Körper, die Hormone im Körper blockieren können. Denn bei einer Entzündung schickt der Körper zunächst alle entbehrlichen Kräfte dorthin, um diese zu heilen. So können diese Hormone dann nicht mehr beim Abnehmen helfen. Erdbeeren wirken dem entgegen und unterstützen so optimal bei Diäten und Entschlackungskuren.

In der Schwangerschaft Erdbeeren snacken!

In der Schwangerschaft ist die ausreichende Zufuhr von allen wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien essentiell. Da die Erdbeere davon besonders viele hat, allen voran die wichtige Folsäure und sehr viel Eisen, ist sie ein hervorragender Snack für Schwangere. Folsäure kann unser Körper nicht selbst herstellen, weshalb er darauf angewiesen ist, dass wir es durch unser Essen aufnehmen. Die Erdbeere enthält sehr viel Folat (die natürlich vorkommende Folsäure) und kann so eine gesunde Entwicklung des ungeborenen Kindes gewährleisten.

Bei Diabetes Erdbeeren essen?

Die rote Erdbeere ist hervorragend für Diabetiker des Typs 2 geeignet, da sie einen niedrigen glykämischen Index von 30 bis 40 hat. Dies rührt daher, dass sie zu 90 Prozent aus Wasser bestehen und die Hälfte ihrer Kohlenhydrate aus einfacher Fructose bestehen. So wird ein schnelles Ansteigen des Blutzuckerspiegels verhindert. Einem erhöhten Insulinspiegel wird damit entgegen gewirkt. Zusätzlich haben Erdbeeren sehr viele Ballaststoffe, die der Körper nicht verdauen kann. Dadurch unterstützen sie eine gesunde Darmflora, weil sie quasi „aufräumen“ und allen angestauten Schmutz mit sich nehmen. Ballaststoffe sind quasi das Peeling des Darms, wenn man es sich so vorstellt. Zudem wirkt ballaststoffreiche Ernährung dem Risiko von Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck entgegen.

Das Powerfrüchtchen hilft auch gegen Pickel

Auch schöne Haut und Haare kann man durch Erdbeeren bekommen. Durch die enthaltene Salicylsäure, den hohen Vitamin C Gehalt und die berühmten Antioxidantien hilft das kleine Früchtchen abgestorbene Hautzellen zu entfernen, Entzündungen (also beispielsweise Pickel) vorzubeugen und kann sogar vor UV-Strahlen schützen. Aber bitte auch immer einen Sonnenschutz verwenden. Durch die entzündungshemmende Wirkung der Nährstoffe können auch erblich bedingter Haarausfall verzögert und Pilzwachstum auf der Kopfhaut verhindert werden.

Erdbeeren bei Magen-Darm-Beschwerden

Wie Sie sehen, haben Erdbeeren enorme gesundheitliche Wirkungen und sind sehr gut verträglich, meist auch bei Fructose-Intoleranten, da sie wenig Fruchtzucker enthalten. So sind sie leicht bekömmlich, schmackhaft und extrem nahrhaft. Aber selbst wenn es einmal im Magen rumort, kann die Erdbeerpflanze Abhilfe schaffen. Dafür brüht man sich einen Tee aus Erdbeerblättern zusammen, den bereits Pfarrer Kneipp empfahl. Der Erdbeerblättertee hilft bei leichtem Durchfall und anderen Magen- und Darmstörungen, wie Blähungen. Auch bei Blasenentzündungen soll er wohltuend wirken und den Heilungsprozess unterstützen.

Fazit: Erdbeeren stehen ihren Verwandten, den Him- und Brombeeren, in nichts nach und können bedenkenlos von Alt und Jung genossen werden. Auch in der Körper- und Haarpflege helfen die roten Früchte zu strahlender, gesunder Haut und glänzendem Haar, sowie zu weißen Zähnen. Beim Frischkauf sollten Sie auf regionale Bio-Produkte setzen, um Pestiziden und langen Transportwegen entgegen zu wirken, da die Beere nach der Ernte nicht mehr nachreift.

Ginseng – Heilsame Wunderwurzel

Der Ginseng ist in China schon seit 11 v. Chr. für seine heilsame Wirkung bekannt. Damals war die Wurzel sogar wertvoller als Gold, denn sie benötigt intensive Pflege und ist sehr selten. Heutzutage wird sie kommerziell angebaut, doch das hat den Preis nicht unbedingt gesenkt. Die Knolle braucht auch heute noch viel Liebe und Aufmerksamkeit, bevor sie unsere Gesundheit unterstützen kann. Warum sich die Investition in hochwertige Ginseng Produkte trotzdem lohnt, lesen sie hier.

Wo kommt Ginseng her?

Die ursprüngliche Ginsengpflanze wächst in den schattigen Misch- und Laubwäldern in Korea, sowie in der Mandschurei – ein Gebiet, das Teile Chinas, der Mongolei und Russlands umfasst. Auch in Japan und in Nordamerika gibt es Verwandte dieser Ginsengwurzel zu finden. Oft wird die Pflanze auch koreanischer oder asiatischer Ginseng genannt, womit der „panax ginseng“ gemeint ist. Dieser unterscheidet sich nicht nur von der Herkunft von den anderen Ginseng Sorten, sondern auch von seinen Inhaltsstoffen teils erheblich. Die Pflanze ist dabei eine krautige Pflanze und kann bis zu 60 Zentimeter hoch werden. Was jedoch als Heilpflanze eingesetzt wird, sind nicht die Blätter oder Früchte des Ginsengs, sondern die Wurzel. Von dieser hat die Pflanze auch ihren Namen, denn auf Chinesisch bedeutet der Name „Menschenwurzel“. Mit etwas Fantasie kann man bei den Wurzeln einen Kopf, Arme und Beine erkennen, wodurch sie dem Menschen ähneln soll.

Ginseng war bereits vor zwei Tausend Jahren extrem wertvoll, als die Wurzel höher eingeschätzt wurde als Gold und auf die Verwendung die Todesstrafe in China stand, sollte man nicht der Kaiserfamilie angehören. So kann man schon die unglaubliche Heilwirkung erahnen. Auch heute ist die Pflanze nicht unbedingt erschwinglich, was an der langen und harten Anbauphase liegt. Die Wurzeln können frühestens nach vier Jahren geerntet werden, da sie erst dann eine nennenswerte Menge an wertvollen Inhaltsstoffen besitzen. Je älter die Wurzel desto höher der Preis für die Heilpflanze. Auch Wildpflanzen haben einen extrem hohen Wert, da sie so gut wie nicht mehr zu finden sind. Der Hauptteil des Ginsengs wird kultiviert angebaut, hauptsächlich in Korea und China, aber auch in Deutschland gibt es zwei Ginseng Höfe.

Der beste Ginseng

Der beste Ginseng ist der koreanische, bzw. fachlich der panax ginseng. Dies liegt an seinen wertvollen Inhaltsstoffen und den damit verbundenen Wirkungen. Unterschieden werden zumeist der weiße und der rote Ginseng, wobei beide von derselben Pflanze stammen. Der Unterschied liegt lediglich in der Verarbeitung. Beim weißen Ginseng wird nach der Ernte geschält und getrocknet. Manchmal wird er auch noch zusätzlich gebleicht, aber das ist heutzutage nicht mehr so häufig der Fall. Manchmal wird er auch nicht mehr geschält, wodurch er noch mehr wertvolle Inhaltsstoffe behält.

Der rote Ginseng sieht nach der Ernte genauso aus wie der weiße. Er wird jedoch nicht geschält und getrocknet, sondern stattdessen zunächst mit Wasser gedämpft, um anschließend getrocknet zu werden. Die rote Farbe entsteht durch das Karamellisieren der Inhaltsstoffe im roten Ginseng und zudem ist roter Ginseng länger haltbar. Oft wird der roten Variante eine stärkere Heilkraft zugeschrieben. Fakt ist jedoch, dass der weiße Ginseng doppelt so viele Ginsenoside enthält, wie der rote. Dass roter Ginseng besser ist, ist also nicht unbedingt wahr und sie können beruhigt auf weißen zurückgreifen.

Was enthält die Wunderknolle?

Ginseng enthält zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe, die wichtigsten sind jedoch die sogenannten Ginsenoside. Diesen werden die unterschiedlichen und effektiven Wirkungen des Ginsengs nachgesagt, wobei der koreanische Ginseng ganze 25 Ginsenoside besitzt, der japanische Ginseng hingegen nur acht. Neben diesen wichtigen Stoffen, die zu den Triterpensaponinen gehören, enthält die Wurzel des Weiteren ätherische Öle, Phenole, Vitamine und zahlreiche Mineralien und Spurenelemente.

Übrigens: Die Ginsenoside befinden sich vor allem in den äußeren, unteren und dünnen Wurzelrinden und nicht unbedingt in der Hauptwurzel. Daher sollte man bei der frischen Zubereitung vor allem die kleinen Wurzelenden verwenden.

Warum ist die Wurzel so gesund?

Die Ginsenoside haben entzündungshemmende, regulierende und unterstützende Kräfte, die sich gegenseitig stärken und je nach Mensch unterschiedlich wirken. Ginseng ist ein sogenanntes Adaptogen, das sich individuell an die Bedürfnisse des Einzelnen anpasst. Es wirkt sowohl Blutdrucksenkend, als auch Kreislaufstimulierend und hilft unsere Nerven zu schonen und vor Stress zu schützen. Zudem soll es auch die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit steigern und generell belebend wirken.

Ginseng Wirkung

Schulmediziner streiten sich über die Wirkung des Ginsengs, jedoch konnten mehrere Wirkungen bereits in Studien belegt werden. Einige von diesen Studien sind jedoch sehr klein, was die Aussagekraft leider abschwächt. Doch es gab auch schon eine Studie mit fast 300 Teilnehmern, die randomisiert und mit einer Placebo Gruppe durchgeführt wurde. Dort konnte in der Ginseng Gruppe eine Wohlbefindens-Steigerung festgestellt werden. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist der Ginseng seit Jahrhunderten bekannt und wird dort gerne verwendet. Denn bereits im China vor tausend Jahren war die Ginseng Wirkung bekannt und war nicht umsonst nur dem Kaiser vorbehalten. Nicht verwendet wird Ginseng in der TCM mit Kaffee oder schwarzem Tee, bei Schwangeren und bei Kindern unter 12 Jahren.

Ginseng sollte über mehrere Wochen hinweg genommen werden, damit die Ginseng Wirkung Erfolge zeigen kann. So werden Kuren von vier bis 12 Wochen empfohlen, danach sollten Sie eine Pause von mindestens drei Monaten machen. Sollten Sie Nebenwirkungen, wie Restlosigkeit oder Schlaflosigkeit, verspüren, versuchen Sie die Ginseng Präparate früher einzunehmen (z.B. morgens und nachmittags, nicht abends vor dem Schlafengehen) oder setzen Sie sie im Zweifelsfalle komplett ab.

Ginseng Anwendungen

Ginseng ist hervorragend geeignet, um das Immunsystems des Körpers zu stärken und um Abgeschlagenheit oder Müdigkeit entgegenzuwirken. So kann eine Kur mit der Heilwurzel Ihnen neue Lebenskraft schenken und wirkt dadurch auch bei leichten Depressionen, als natürliches Antidepressiva. Vor allem bei frischgebackenen Müttern, die oft an depressiven Verstimmungen im Wochenbett leiden, hat Ginseng tolle Erfolge gezeigt. Zudem schützt es gleichzeitig die Nerven vor Stress und hilft uns, die Dinge so anzunehmen wie sie sind. Auch bei Krebspatienten konnte eine Studie nachweisen, dass die Einnahme von Ginseng zu mehr Lebensenergie führt und das krebsbegleitende Symptom „Fatigue“ mildern.

Natürlich wird Ginseng gerne von Menschen genutzt, die zu Höchstleistungen auflaufen müssen. Sei das nun im Sport, im Studium oder im Job – mit Ginseng können Sie sich Ihrer vollen Konzentrationsfähigkeit sicher sein. Achten Sie nur darauf, während der Ginseng-Kur keine Aufputschmittel, wie Kaffee oder schwarzen Tee, zu sich zu nehmen. Dies könnte schnell zu „überdrehtem“ Verhalten führen. Auch bei Demenzpatienten soll die Wurzel geholfen haben und den Patienten soll es wieder leichter gefallen sein, sich an Dinge zu erinnern.

Zuletzt wird der Wurzel noch eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt. Bewiesen werden, konnte das jedoch bisher nicht. Auch Unfruchtbarkeit wird die Wunderwurzel nicht heilen, es soll aber Menschen, Frauen wie Männer, geben, die auf dieses Wundermittel schwören und dadurch wieder mehr Lust am sexuellen Teil ihres Lebens hatten. Zudem soll die Pflanze die Scheidenfeuchtigkeit regulieren und die Durchblutung fördern. Wer Erektionsprobleme hat, dem wird eine Ginseng-Kur allerdings keines Falles schaden, deshalb probieren Sie es doch einfach einmal aus!

Ginseng Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen von Ginseng halten sich in Grenzen und sind meist individuell. Sie müssen also nicht bei jedem auftreten und sind nicht allgemein gültig. Daher empfiehlt sich generell immer die Anwendung von Ginseng selbst zu testen und zu schauen, wie der eigene Körper reagiert. Wer unter Diabetes oder Herz-Problemen leidet, oder bei wem demnächst eine Operation ansteht, sollte die Einnahme von Ginseng unbedingt mit seinem Arzt oder Chirurgen abklären.

Verdünnt Ginseng Blut?

Die Absprache bei diesen Krankheiten oder Umständen ist wichtig, da Ginseng blutverdünnend ist. Die Frage ob Ginseng Blut verdünnt, kann also ganz klar mit ja beantwortet werden. Denn dadurch entstehen teilweise seine wunderbaren Wirkungen, wie gesteigerte Leistungsfähigkeit, Kreislaufregulierend und hat einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel. Indem das Blut flüssiger ist, können sich schlechter Ablagerungen bilden und ein guter Blutfluss wird begünstigt.

Sie sehen also, Ginseng ist wahrlich überall einsetzbar und verhilft dem Körper wieder zu seinem eigenen Gleichgewicht zu finden. Ob das nun innerlich ist, weil wir mit Müdigkeit und Stress zu kämpfen haben, oder auch äußerlich bei Hautausschlägen oder anderen Hautproblemen. Ginseng wirkt natürlich und schonend.