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Laktosefreie Ernährung

Viele von uns kennen das: Man hat ein Glas Milch getrunken oder eine kräftige Portion Nudeln mit Sahnesauce gegessen und kurz darauf rumort es im Magen. Nicht selten treten auch andere Verdauungsbeschweren auf, wie Blähungen, Flatulenzen oder sogar Durchfall. Dann liegt bei den Betroffenen häufig eine Laktoseintoleranz vor. Diese Unverträglichkeit lässt sich bei gut 15 bis 20% der Deutschen finden, laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Doch auch als Laktoseintolerante*r muss man auf Milchprodukte nicht unbedingt verzichten. Laktosefreie Ernährung ist dank vieler Ersatzprodukte, die man in jedem Supermarkt und in vielen Onlineshops finden kann, ganz einfach geworden. Wir zeigen Dir, was Du bei einer laktosefreien Ernährung beachten solltest und wie Du dich trotzdem kalzium- und abwechslungsreich sowie gesund mit laktosefreien Produkten ernähren kannst.

Probleme durch Milchkonsum?

Hauptsächlich ernähren sich die meisten laktosefrei, weil sie normale Milch- bzw. laktosehaltige Produkte nicht vertragen. Aber es gibt auch einige, die freiwillig auf den Genuss von Milchprodukten verzichten. Sicherlich gibt es manche, denen diese Produkte einfach nicht schmecken oder zusagen. Viele verzichten aber auch, da sie der Meinung sind, der Genuss von Milchprodukten wäre nach dem Babyalter unnatürlich. Tatsächlich ist der Mensch die einzige Spezies, welche nach der Muttermilch noch Milch von anderen Tieren konsumiert. Dies hat auch Folgen für den Menschen, die nicht alle unbedingt positiv sind. Denn die Milch, welche wir konsumieren, stammt meistens von der Kuh. Diese Milch ist jedoch eigentlich für das Kälbchen gedacht, was schnell groß und stark werden muss, um in der Wildnis überleben zu können. Wie auch menschliche Muttermilch ist die Kuhmilch also mit speziellen Hormonen versetzt, um dem Kalb bei dieser Aufgabe zu helfen. Diese Hormone können beim Menschen jedoch zu Problemen führen.

So konnte man einen Zusammenhang zwischen Akne und Milchprodukten herstellen. Die Kuh-Hormone können bei einigen Menschen zu unreiner Haut führen. Denn die enthaltenen Hormone können eine vermehrte Talgproduktion auslösen. Dies begünstigt natürlich Mitesser und Pickel. Frauen und Teenager, die bereits mit unreiner Haut oder Akne zu kämpfen haben, sollten also versuchen eine Weile auf Milchprodukte zu verzichten. Oftmals bringt dies schon eine deutliche Besserung der Hautflora mit sich. Aber nicht nur Akne kann sich durch laktosefreie Ernährung bessern, auch diverse andere Hautkrankheiten können dadurch gelindert werden.

Laktosefrei ernähren im Alltag

Aber was ist Laktose denn jetzt überhaupt? Laktose ist ein Begriff für Milchzucker und besteht aus zwei Molekülen: der Glukose und der Galaktose. Mithilfe von Laktase wird die Laktose in seine zwei Moleküle gespaltet und kann so verdaut werden. Solange Babys Muttermilch bekommen, bildet der Körper genügend Laktase aus. Nach dem Abstillen wird jedoch auch die Laktasebildung im Körper langsam heruntergefahren. Dies ist ein ganz natürlicher Prozess und sorgt dafür, dass große Teile der Weltbevölkerung keine Milch vertragen. Genau genommen sind fast nur Europäer fähig, selbstständig Laktase zu bilden. Denn dank unserer Geschichte konsumieren wir schon seit hunderten von Jahren Milch und unser Körper hat sich im Laufe der Zeit dieser Umstellung angepasst. Ein Großteil der asiatischen, afrikanischen und südamerikanischen Bevölkerung hingegen verträgt keinerlei Laktose, da dort Milch noch nicht so lange konsumiert wird, wie in Europa. Dort gibt es auch seit Jahrzehnten laktosefreie Produkte, wie Sojamilch oder sehr lang gereiften Käse. Mit einer Laktoseintoleranz bist Du somit nicht allein.

Leider enthalten heutzutage zahlreiche Lebensmittel Laktose, auch solche bei denen man es nicht vermutet. Neben den offensichtlichen Milchprodukten, wie Quark, Milch, Joghurt und Käse, ist Laktose auch häufig in anderen Backwaren zu finden. Zudem steckt sie in Fertigprodukten aller Art, da Laktose oft als Geschmacksträger verwendet wird. Daher wird es häufig Produkten zugesetzt, um den Geschmack zu verbessern oder zu intensivieren. Sogar in manchen Wurstprodukten lässt sich der Milchzucker finden. Daher ist es bei einer Laktoseintoleranz unvermeidlich, zunächst alle Produkte, welche man regelmäßig kauft, auf die Zutaten zu überprüfen. Die ersten Einkäufe für laktosefreie Ernährung werden vermutlich etwas länger dauern, aber bald wirst Du Deine Lieblingsprodukte kennen und nicht mehr so viel Zeit im Supermarkt verbringen.

Grundsätzlich gelten alle Produkte mit einem Gehalt von weniger als 0,1g Laktose pro 100g als laktosefrei. Auch beim Warnhinweis „Kann Spuren von Milch enthalten“ können Laktoseintolerante meist beherzt zugreifen, da dort ebenso der Laktosewert weit unter 0,1g liegen sollte. Nach dem ersten Verzehr sollte man seinen Körper jedoch beobachten, um sicher zu sein, dass man das Produkt verträgt. Viele Produkte gibt es aber auch in der laktosefreien Variante, die zudem meist etwas süßer schmeckt, da der Milchzucker ja bereits in seine zwei Moleküle gespalten worden ist. So braucht man bei der laktosefreien Milch im Kaffee oftmals keinen zusätzlichen Zucker. Zudem kann man natürlich alle pflanzlichen Milchalternativen, wie Reis-, Soja-, Mandel- oder Haselnuss-Drinks, verwenden.

Auch bei najoba findest Du zahlreiche laktosefreien Produkte. Neben laktosefreier Milch aus pflanzlichen Alternativen, findest Du diverse Brotaufstriche, Brot- und Kuchenbackmischungen, Müsli, Pesto und vieles mehr bei uns. Ebenso gut sind Naschkatzen bei uns versorgt, denn bei uns findest du allerlei laktosefreie Süßigkeiten, wie laktosefreie Schokolade, Riegel, Gummibärchen, Kekse und natürlich Chips. Little Lunch bietet zahlreiche laktosefreie Suppen an und auch beim Frühstück muss auf Schokocremes, Honig oder Marmelade nicht verzichtet werden. Für Fitness-Junkies gibt es zudem vegane und somit laktosefreie Proteinpulver, um die Muskelregeneration tatkräftig zu unterstützen. Laktosefrei bedeutet also in keinem Fall Verzicht. Und die Laktoseintoleranz-Ernährung ist somit nicht unbedingt schwerer oder strikter, als die „normale“ Ernährung.

Kalziummangel durch laktosefreie Ernährung?

Der Kalziumbedarf eines Erwachsenen liegt laut DGE (der deutschen Gesellschaft für Ernährung) bei durchschnittlich 1.000 mg am Tag. Dieser wird jedoch nicht nur durch Milchprodukte abgedeckt und man erleidet keine verringerte Kalziumzufuhr, nur weil man auf laktosefreie Produkte umstellt. Tatsächlich ist ein Kalzium-Defizit auch bei Menschen, die konventionelle Milchprodukte verspeisen, relativ verbreitet. Dies liegt daran, da das Kalzium teilweise nicht so gut vom Körper aufgenommen werden kann. Denn vor und nach einer kalziumreichen Mahlzeit sollte man auf Koffein verzichten, da dies die Aufnahme von Kalzium (und weiteren Nährstoffen wie beispielsweise Eisen) hemmen kann. Mit einem großen Milchkaffee verbessert man also nicht seine Kalziumaufnahme. Stattdessen sollte man lieber vor, nach oder während der Aufnahme von Kalzium auch Vitamin D aufnehmen. Dies kann durch Präparate geschehen oder indem man sich einfach ein wenig dem Sonnenlicht aussetzt. Und tatsächlich besitzt Milch nicht einmal den höchsten Kalziumwert, denn es gibt zahlreiche Lebensmittel, welche einen sehr viel höheren Kalziumwert als Milch besitzen.

Tatsächlich enthält Milch um die 120 mg Kalzium auf 100ml. Das ist bei laktosefreier Milch jedoch genauso, da laktosefreie Milch nur frei von Milchzucker ist und nicht von Kalzium. Es gibt auch einige Käsesorten, welche einen besonders hohen Kalziumgehalt, jedoch keine Laktose enthalten. Dazu zählen unter anderem Mozzarella (mit 632mg) und Emmentaler 45% (mit 1.050mg). Mozzarella kann laktosefrei sein, dort sollte man jedoch nochmal genau aufs Etikett schauen, Emmentaler ist durch die lange Reifezeit fast immer laktosefrei. Allgemein sind Käsesorten, die lange reifen fast immer ohne Laktose, da diese sich durch die lange Reifezeit aufspaltet. Wer komplett auf Milchprodukte verzichtet, auch wenn sie laktosefrei sind, findet unter anderem in dunkelgrünem Gemüse hohe Kalziumgehalte, sowie in Bohnen, wie weißen Bohnen, Kichererbsen und Sojabohnen, und in Nüssen und Samen, darunter Mandeln, Sesam, Haselnüsse und Leinsamen. Wer sich trotz allem nicht genügend Kalzium über die Nahrung zuführen kann, sollte auf kalziumhaltige Mineralwässer zurückgreifen. Diese enthalten pro Liter circa 200mg Kalzium und sind leicht in den Alltag und die Ernährung zu integrieren. Generell muss man allerdings nicht ausgiebig auf die Kalziumaufnahme achten, solange man sich überwiegend gesund und ausgewogen ernährt. So kann man zum Frühstück einen leckeren Haferbrei mit Früchten essen, als Snack ein paar Nüsse oder einen Smoothie, mittags dann eine Portion Thai-Curry und abends Kartoffeln mit Kichererbsen und Brokkoli. Diese beispielhaften Gerichte enthalten insgesamt ca. 1.100mg Kalzium, also 100mg mehr als von der DGE empfohlen. Natürlich schadet es nicht, wenn man jährlich ein großes Blutbild anfertigen lässt, um alle wichtigen Nährstoffgehalte regelmäßig zu überprüfen.

Auch während der Schwangerschaft empfiehlt die DGE eine tägliche Kalziumaufnahme von 1.000mg. Grundsätzlich ändert sich also für schwangere Frauen in Bezug auf Kalzium nichts. Auch hat eine Unterversorgung mit Kalzium keine negativen Auswirkungen auf den Fötus. Allerdings wird bei einer Unterversorgung Kalzium aus den Knochen der Mutter freigesetzt, wodurch die Gesundheit der Knochen natürlich leidet. Daher sollten werdende Mütter darauf achten, viele dunkelgrüne Gemüsesorten, sowie ausreichend Nüsse und Samen in ihre Ernährung einzubauen. Zudem können mit Kalzium angereicherte Produkte, wie pflanzliche Milchdrinks, Säfte oder Mineralwasser, verzehrt werden, um die Kalziumaufnahme zu unterstützen. Mütter können also ohne schlechtes Gewissen laktosefreie Schokolade naschen und zu laktosefreiem Käse und Joghurt greifen. Sie sollten nur darauf achten, vor, nach und natürlich auch während der Mahlzeiten Vitamin D zu sich zu nehmen. Am besten ist es, wenn man das Mittagessen auf der sonnendurchfluteten Terrasse genießt oder einen kleinen Verdauungsspaziergang an der frischen Luft dreht, um das Sonnenvitamin aufzunehmen.

Du siehst also: Eine Ernährung basierend auf laktosefreien Produkten bedeutet weder Verzicht, noch eine verringerte Zufuhr von Kalzium oder anderen wichtigen Nährstoffen. Im Gegenteil, man verzichtet auf unnötige Hormone sowie Enzyme, die unser Körper im Erwachsenenalter schwer verdauen kann. So kann man ohne schlechtes Gewissen die ganze Familie bekochen und trotzdem beschwerdefrei Milch, Sahne & Co. genießen.

Laktosefreie Ernährung Viele von uns kennen das: Man hat ein Glas Milch getrunken oder eine kräftige Portion Nudeln mit Sahnesauce gegessen und kurz darauf rumort es im Magen. Nicht selten treten auch andere Verdauungsbeschweren auf, wie Blähungen, Flatulenzen oder sogar Durchfall. Dann liegt bei den Betroffenen häufig eine Laktoseintoleranz vor. Diese Unverträglichkeit lässt sich bei gut 15 bis 20% der Deutschen finden, laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Doch auch als Laktoseintolerante*r muss man auf Milchprodukte nicht unbedingt verzichten. Laktosefreie Ernährung ist dank... mehr erfahren »
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Laktosefreie Lebensmittel

Laktosefreie Ernährung

Viele von uns kennen das: Man hat ein Glas Milch getrunken oder eine kräftige Portion Nudeln mit Sahnesauce gegessen und kurz darauf rumort es im Magen. Nicht selten treten auch andere Verdauungsbeschweren auf, wie Blähungen, Flatulenzen oder sogar Durchfall. Dann liegt bei den Betroffenen häufig eine Laktoseintoleranz vor. Diese Unverträglichkeit lässt sich bei gut 15 bis 20% der Deutschen finden, laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Doch auch als Laktoseintolerante*r muss man auf Milchprodukte nicht unbedingt verzichten. Laktosefreie Ernährung ist dank vieler Ersatzprodukte, die man in jedem Supermarkt und in vielen Onlineshops finden kann, ganz einfach geworden. Wir zeigen Dir, was Du bei einer laktosefreien Ernährung beachten solltest und wie Du dich trotzdem kalzium- und abwechslungsreich sowie gesund mit laktosefreien Produkten ernähren kannst.

Probleme durch Milchkonsum?

Hauptsächlich ernähren sich die meisten laktosefrei, weil sie normale Milch- bzw. laktosehaltige Produkte nicht vertragen. Aber es gibt auch einige, die freiwillig auf den Genuss von Milchprodukten verzichten. Sicherlich gibt es manche, denen diese Produkte einfach nicht schmecken oder zusagen. Viele verzichten aber auch, da sie der Meinung sind, der Genuss von Milchprodukten wäre nach dem Babyalter unnatürlich. Tatsächlich ist der Mensch die einzige Spezies, welche nach der Muttermilch noch Milch von anderen Tieren konsumiert. Dies hat auch Folgen für den Menschen, die nicht alle unbedingt positiv sind. Denn die Milch, welche wir konsumieren, stammt meistens von der Kuh. Diese Milch ist jedoch eigentlich für das Kälbchen gedacht, was schnell groß und stark werden muss, um in der Wildnis überleben zu können. Wie auch menschliche Muttermilch ist die Kuhmilch also mit speziellen Hormonen versetzt, um dem Kalb bei dieser Aufgabe zu helfen. Diese Hormone können beim Menschen jedoch zu Problemen führen.

So konnte man einen Zusammenhang zwischen Akne und Milchprodukten herstellen. Die Kuh-Hormone können bei einigen Menschen zu unreiner Haut führen. Denn die enthaltenen Hormone können eine vermehrte Talgproduktion auslösen. Dies begünstigt natürlich Mitesser und Pickel. Frauen und Teenager, die bereits mit unreiner Haut oder Akne zu kämpfen haben, sollten also versuchen eine Weile auf Milchprodukte zu verzichten. Oftmals bringt dies schon eine deutliche Besserung der Hautflora mit sich. Aber nicht nur Akne kann sich durch laktosefreie Ernährung bessern, auch diverse andere Hautkrankheiten können dadurch gelindert werden.

Laktosefrei ernähren im Alltag

Aber was ist Laktose denn jetzt überhaupt? Laktose ist ein Begriff für Milchzucker und besteht aus zwei Molekülen: der Glukose und der Galaktose. Mithilfe von Laktase wird die Laktose in seine zwei Moleküle gespaltet und kann so verdaut werden. Solange Babys Muttermilch bekommen, bildet der Körper genügend Laktase aus. Nach dem Abstillen wird jedoch auch die Laktasebildung im Körper langsam heruntergefahren. Dies ist ein ganz natürlicher Prozess und sorgt dafür, dass große Teile der Weltbevölkerung keine Milch vertragen. Genau genommen sind fast nur Europäer fähig, selbstständig Laktase zu bilden. Denn dank unserer Geschichte konsumieren wir schon seit hunderten von Jahren Milch und unser Körper hat sich im Laufe der Zeit dieser Umstellung angepasst. Ein Großteil der asiatischen, afrikanischen und südamerikanischen Bevölkerung hingegen verträgt keinerlei Laktose, da dort Milch noch nicht so lange konsumiert wird, wie in Europa. Dort gibt es auch seit Jahrzehnten laktosefreie Produkte, wie Sojamilch oder sehr lang gereiften Käse. Mit einer Laktoseintoleranz bist Du somit nicht allein.

Leider enthalten heutzutage zahlreiche Lebensmittel Laktose, auch solche bei denen man es nicht vermutet. Neben den offensichtlichen Milchprodukten, wie Quark, Milch, Joghurt und Käse, ist Laktose auch häufig in anderen Backwaren zu finden. Zudem steckt sie in Fertigprodukten aller Art, da Laktose oft als Geschmacksträger verwendet wird. Daher wird es häufig Produkten zugesetzt, um den Geschmack zu verbessern oder zu intensivieren. Sogar in manchen Wurstprodukten lässt sich der Milchzucker finden. Daher ist es bei einer Laktoseintoleranz unvermeidlich, zunächst alle Produkte, welche man regelmäßig kauft, auf die Zutaten zu überprüfen. Die ersten Einkäufe für laktosefreie Ernährung werden vermutlich etwas länger dauern, aber bald wirst Du Deine Lieblingsprodukte kennen und nicht mehr so viel Zeit im Supermarkt verbringen.

Grundsätzlich gelten alle Produkte mit einem Gehalt von weniger als 0,1g Laktose pro 100g als laktosefrei. Auch beim Warnhinweis „Kann Spuren von Milch enthalten“ können Laktoseintolerante meist beherzt zugreifen, da dort ebenso der Laktosewert weit unter 0,1g liegen sollte. Nach dem ersten Verzehr sollte man seinen Körper jedoch beobachten, um sicher zu sein, dass man das Produkt verträgt. Viele Produkte gibt es aber auch in der laktosefreien Variante, die zudem meist etwas süßer schmeckt, da der Milchzucker ja bereits in seine zwei Moleküle gespalten worden ist. So braucht man bei der laktosefreien Milch im Kaffee oftmals keinen zusätzlichen Zucker. Zudem kann man natürlich alle pflanzlichen Milchalternativen, wie Reis-, Soja-, Mandel- oder Haselnuss-Drinks, verwenden.

Auch bei najoba findest Du zahlreiche laktosefreien Produkte. Neben laktosefreier Milch aus pflanzlichen Alternativen, findest Du diverse Brotaufstriche, Brot- und Kuchenbackmischungen, Müsli, Pesto und vieles mehr bei uns. Ebenso gut sind Naschkatzen bei uns versorgt, denn bei uns findest du allerlei laktosefreie Süßigkeiten, wie laktosefreie Schokolade, Riegel, Gummibärchen, Kekse und natürlich Chips. Little Lunch bietet zahlreiche laktosefreie Suppen an und auch beim Frühstück muss auf Schokocremes, Honig oder Marmelade nicht verzichtet werden. Für Fitness-Junkies gibt es zudem vegane und somit laktosefreie Proteinpulver, um die Muskelregeneration tatkräftig zu unterstützen. Laktosefrei bedeutet also in keinem Fall Verzicht. Und die Laktoseintoleranz-Ernährung ist somit nicht unbedingt schwerer oder strikter, als die „normale“ Ernährung.

Kalziummangel durch laktosefreie Ernährung?

Der Kalziumbedarf eines Erwachsenen liegt laut DGE (der deutschen Gesellschaft für Ernährung) bei durchschnittlich 1.000 mg am Tag. Dieser wird jedoch nicht nur durch Milchprodukte abgedeckt und man erleidet keine verringerte Kalziumzufuhr, nur weil man auf laktosefreie Produkte umstellt. Tatsächlich ist ein Kalzium-Defizit auch bei Menschen, die konventionelle Milchprodukte verspeisen, relativ verbreitet. Dies liegt daran, da das Kalzium teilweise nicht so gut vom Körper aufgenommen werden kann. Denn vor und nach einer kalziumreichen Mahlzeit sollte man auf Koffein verzichten, da dies die Aufnahme von Kalzium (und weiteren Nährstoffen wie beispielsweise Eisen) hemmen kann. Mit einem großen Milchkaffee verbessert man also nicht seine Kalziumaufnahme. Stattdessen sollte man lieber vor, nach oder während der Aufnahme von Kalzium auch Vitamin D aufnehmen. Dies kann durch Präparate geschehen oder indem man sich einfach ein wenig dem Sonnenlicht aussetzt. Und tatsächlich besitzt Milch nicht einmal den höchsten Kalziumwert, denn es gibt zahlreiche Lebensmittel, welche einen sehr viel höheren Kalziumwert als Milch besitzen.

Tatsächlich enthält Milch um die 120 mg Kalzium auf 100ml. Das ist bei laktosefreier Milch jedoch genauso, da laktosefreie Milch nur frei von Milchzucker ist und nicht von Kalzium. Es gibt auch einige Käsesorten, welche einen besonders hohen Kalziumgehalt, jedoch keine Laktose enthalten. Dazu zählen unter anderem Mozzarella (mit 632mg) und Emmentaler 45% (mit 1.050mg). Mozzarella kann laktosefrei sein, dort sollte man jedoch nochmal genau aufs Etikett schauen, Emmentaler ist durch die lange Reifezeit fast immer laktosefrei. Allgemein sind Käsesorten, die lange reifen fast immer ohne Laktose, da diese sich durch die lange Reifezeit aufspaltet. Wer komplett auf Milchprodukte verzichtet, auch wenn sie laktosefrei sind, findet unter anderem in dunkelgrünem Gemüse hohe Kalziumgehalte, sowie in Bohnen, wie weißen Bohnen, Kichererbsen und Sojabohnen, und in Nüssen und Samen, darunter Mandeln, Sesam, Haselnüsse und Leinsamen. Wer sich trotz allem nicht genügend Kalzium über die Nahrung zuführen kann, sollte auf kalziumhaltige Mineralwässer zurückgreifen. Diese enthalten pro Liter circa 200mg Kalzium und sind leicht in den Alltag und die Ernährung zu integrieren. Generell muss man allerdings nicht ausgiebig auf die Kalziumaufnahme achten, solange man sich überwiegend gesund und ausgewogen ernährt. So kann man zum Frühstück einen leckeren Haferbrei mit Früchten essen, als Snack ein paar Nüsse oder einen Smoothie, mittags dann eine Portion Thai-Curry und abends Kartoffeln mit Kichererbsen und Brokkoli. Diese beispielhaften Gerichte enthalten insgesamt ca. 1.100mg Kalzium, also 100mg mehr als von der DGE empfohlen. Natürlich schadet es nicht, wenn man jährlich ein großes Blutbild anfertigen lässt, um alle wichtigen Nährstoffgehalte regelmäßig zu überprüfen.

Auch während der Schwangerschaft empfiehlt die DGE eine tägliche Kalziumaufnahme von 1.000mg. Grundsätzlich ändert sich also für schwangere Frauen in Bezug auf Kalzium nichts. Auch hat eine Unterversorgung mit Kalzium keine negativen Auswirkungen auf den Fötus. Allerdings wird bei einer Unterversorgung Kalzium aus den Knochen der Mutter freigesetzt, wodurch die Gesundheit der Knochen natürlich leidet. Daher sollten werdende Mütter darauf achten, viele dunkelgrüne Gemüsesorten, sowie ausreichend Nüsse und Samen in ihre Ernährung einzubauen. Zudem können mit Kalzium angereicherte Produkte, wie pflanzliche Milchdrinks, Säfte oder Mineralwasser, verzehrt werden, um die Kalziumaufnahme zu unterstützen. Mütter können also ohne schlechtes Gewissen laktosefreie Schokolade naschen und zu laktosefreiem Käse und Joghurt greifen. Sie sollten nur darauf achten, vor, nach und natürlich auch während der Mahlzeiten Vitamin D zu sich zu nehmen. Am besten ist es, wenn man das Mittagessen auf der sonnendurchfluteten Terrasse genießt oder einen kleinen Verdauungsspaziergang an der frischen Luft dreht, um das Sonnenvitamin aufzunehmen.

Du siehst also: Eine Ernährung basierend auf laktosefreien Produkten bedeutet weder Verzicht, noch eine verringerte Zufuhr von Kalzium oder anderen wichtigen Nährstoffen. Im Gegenteil, man verzichtet auf unnötige Hormone sowie Enzyme, die unser Körper im Erwachsenenalter schwer verdauen kann. So kann man ohne schlechtes Gewissen die ganze Familie bekochen und trotzdem beschwerdefrei Milch, Sahne & Co. genießen.

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