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Bienenwachs – Natürliches Pflegewunder

Bienenwachs ist ein kostbarer und begehrter Rohstoff, vor allem in der Kosmetik und Pharmazie. Die fleißigen Bienen, die den ganzen Sommer über Blüten zum Pollen sammeln befliegen, bauen aus dem Bienenwachs ihre Waben und somit ihren gesamten Bienenstock. Die Bienenwaben dienen dabei nicht nur dem Nachwuchs, zum Ausbrüten und Aufwachsen, sondern sie werden auch als Vorrats- und Schlafkammer genutzt. So wird ein Teil der Waben mit Honig befüllt. Während andere Teile fair unter den verschiedenen Bienenarbeiterinnen aufgeteilt werden.

Wo kommt Bienenwachs her und wie wird es gewonnen?

Bienenwachs wird fast ausschließlich von den noch sehr jungen Arbeiterbienen hergestellt, die in etwa 12 bis 18 Tage alt sind. Zwar können auch die älteren Bienen bei Bedarf das Wachs herstellen, aber die Wachsdrüsen müssten dafür reaktiviert werden und dies geschieht nur bei dringendem Bedarf.

Die Bienchen produzieren mit 8 Drüsen winzige Wachsplättchen, welche zunächst weiß und nicht größer als ein Streichholzkopf sind. Anschließend wird das Wachs mit den Mundwerkzeugen geknetet werden. Dort bekommen die Plättchen ihre gelbe Farbe, da dort auch Propolis, Pollen und Drüsensekrete hinzugefügt werden. Die Produktion von Bienenwachs ist für die fleißigen Tiere extrem aufwendig, denn für ein Kilo Wachs verbrauchen die Arbeiterbienen 10 Kilo Honig.

Daher nutzen viele Imker altes Bienenwachs, um daraus Mittelwände zu bauen, welche die Bienen dann mit weniger Kraftaufwand auskleiden können. Dazu entnimmt der Imker Waben, die bereits mit Honig gefüllt sind. Den Honig schleudert er dann aus den Waben und die Waben werden eingeschmolzen. Durch das Einschmelzen werden Bakterien und Keime abgetötet und das Wachs wird gereinigt. Anschließend kann er aus dem Wachs neue Mittelwände herstellen oder es zu Kerzen, Pastillen und ähnlichem weiterverarbeiten und verkaufen.

Die Farbe von Bienenwachs

Natürliches Bienenwachs hat eine hell- bis dunkelgelbe Farbe und riecht leicht nach Honig. Dieses Wachs heißt auch Cera Flava und wurde nur von Unreinheiten und Bakterien befreit. Der Schmelzpunkt liegt zwischen 61 und 66 Grad Celsius und es lässt sich auch gut und einfach mit den Händen kneten. Es gibt auch weißes Bienenwachs, welches als Cera Alba bezeichnet wird. Dies ist meist jedoch von minderer Qualität, da das Bienenwachs mit Chemikalien gebleicht wurde und so Allergien und Unverträglichkeiten auslösen kann. Zudem fehlt ihm häufig der Duft nach Honig.

Welche Inhaltsstoffe enthält Bienenwachs?

Ohne zu stark in die Chemie abzudriften enthält Bienenwachs vor allem Myricin, ein Stoffgemisch, welches aus Estern, Säuren und Langkettigen Alkoholen besteht. Zudem besteht es aus mehreren Säuren und gesättigten Kohlenwasserstoffen. Die Inhaltsstoffe können durch ein sogenanntes chromatographisches Verfahren überprüft werden. Das ist wichtig da Bienenwachs einerseits teilweise mit Paraffinen gestreckt wird, andererseits um festzustellen ob Medikamentenrückstände im Wachs verblieben sind.

Diese Rückstände können durch die gefährliche Varroa-Milbe entstehen, die gerne Bienenstöcke befällt. Dort saugen sie an den Bienenpuppen, die noch nicht geschlüpft sind. Die geschlüpften Tiere aus den befallenen Stöcken sind bis zu einem Zehntel kleiner als ihre gesunden Gefährten und haben dadurch eine wesentlich kürzere Lebenszeit. Zudem überträgt die Milbe auch Krankheiten und Viren, so dass es zu einem Bienensterben kommt. Die Milben können auf natürliche Art bekämpft werden, z.B. mit Ameisensäure, aber eben auch durch Medikamente, deren Rückstände sich dann oft im Wachs finden und dann auch unsere Haut schädigen können, wenn sie in Produkten verarbeitet werden.

Neben den genannten Inhaltsstoffen kommen aber vor allem auch Propolis, Pollen und Honigrückstände im Wachs vor. Propolis ist dabei für die antibakterielle Wirkung des Wachses verantwortlich, während der Honig Duft und Farbe beeinflusst, ebenso wie die Pollen.

5 Wirkungen des Powerstoffs

  • Schutzbarriere für die Haut: Bienenwachs dient zum Schutz und der Stabilität des Bienenstocks. Denn in den Waben, die ja aus Wachs bestehen, wird die wertvolle Brut und der Honig aufbewahrt. Diese Wirkung kann sich auch bei Bienenwachs Kosmetik, wie z.B. Bienenwachs Cremes, entfalten. Der Vorteil am Wachs ist, dass dieses luftdurchlässig ist und die Poren nicht verstopft. Stattdessen legt es sich wie ein wasserfestes Pflaster auf die Haut und kann so Fremdkörper aller Art fern halten.
  • Das Wachs weist Wasser zwar generell ab, weshalb es auch gerne zur Imprägnierung verwendet wird, allerdings ziehen die Stoffe im Wachs auch Wasser bzw. Feuchtigkeit an. Denn Bienenwachs Creme kann einerseits noch mit zusätzlichen natürlichen und pflegenden Inhaltsstoffen versetzt sein, das Bienenwachs speichert aber von Haus aus Wassermoleküle aus der Luft und gibt sie nach und nach an die Haut ab.
  • Das Wachs der Bienen enthält außerdem jede Menge Vitamin A. Dieses unterstützt unsere Haut bei der Zellregeneration – hilft also dabei die Haut straff und elastisch zu halten und Fältchen vorzubeugen. So kann Bienenwachs Kosmetik auch prima für Dehnungsstreifen eingesetzt werden, z.B. bei einer ausgiebigen Massage.
  • Die Bienenwachs Heilwirkung ergibt sich vor allem durch die antibakterielle Wirkung des Wachses. Diese entsteht durch die Bearbeitung mit Propolis, Honig und Blütenpollen durch die Bienen, denn alle drei Stoffe sind für ihre antibakteriellen Wirkungen bekannt. Dadurch kann das Wachs bei der Wundheilung unterstützen und bakterielle Entzündungen verringern. So wird Bienenwachs gerne bei Windeldermatitis eingesetzt oder auch bei leichten Verbrennungen, bei Hautirritationen und bei Juckreiz. Auch bei Pilzen jeglicher Art, z.B. Scheidenpilz, oder Vireninfekten, z.B. Lippenherpes, kann Bienenwachs Creme eingesetzt werden.
  • Auch bei Allergikern können regionale Bienenprodukte helfen (natürlich nicht, wenn Sie gegen Bienen allergisch sein sollten!). Bei Heuschnupfen wird beispielsweise empfohlen, kleine Mengen Honig aus der Region zu konsumieren, um den Körper auf die Gräser in kleinen Mengen vorzubereiten. Dies kann natürlich auch durch regionale Bienenwachs Kosmetik getestet werden.

 

Achtung: Bei Beschwerden jeglicher Art sollten Sie zunächst immer einen Arzt oder qualifizierten Therapeuten aufsuchen! Dieser Artikel ersetzt keinen ärztlichen Rat und dient nicht als Anleitung zur Eigenbehandlung.

Fazit: Sie sehen Bienenwachs ist vielseitig einsetzbar und hat bemerkenswerte Eigenschaften, die für eine regelmäßige Verwendung in Ihrer täglichen Pflegeroutine sprechen. Auch bei najoba finden Sie zahlreiche Produkte mit dem Powerstoff. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und Entdecken!

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